Girls are Nowhere to be Scene

A total of 5,799 speaking or named characters on screen were evaluated, with 30.9% female and 69.1% male. This calculates into a gender ratio of 2.24 males to every one female. Turning to protagonists, only 23.3% of the films had a girl or woman as a lead or co lead driving the plot.

Das 2007 von Geena Davis (Thelma & Louise) gegründete Geena Davis Intitute on Gender in Media hat eine Studie zum Frauenbild im Film veröffentlicht: Gender Bias Without Borders. An investigation of female characters in popular films across 11 countries. Die Ergebnisse lassen sich auf der Website des Instituts einsehen: Hier die Kurzfassung (PDF), und hier die vollständige Studie (PDF). Außerdem kann man sich die Vorstellung der Studie beim YouTube-Kanal der Initiative Woman and Girls Lead ansehen.

Auch deutsche Filme wurden ausgewertet: Mit 35% weiblichen Figuren, 20% weiblichen Hauptfiguren und 20% Filmen mit einer gleichberechtigten Rollenverteilung. Damit liegen wir im Vergleich mit den anderen Ländern wie Frankreich, Brasilien, Russland und China mal knapp überm Durchschnitt, mal knapp darunter, doch ein gutes Ergebnis ist es nicht. Eine Orientierung sollte eher Großbritannien sein, das durchweg besser abgeschnitten hat, oder gleich unsere deutsche Demografie.

39,9% dieser weiblichen Figuren bei uns tragen u.a. sexualisierte Kleidung, 39,2% werden nackt gezeigt, 15,4% werden durch den filmischen Kontext als besonders attraktiv dargestellt, 44,7% sind dünn. Im internationalen Vergleich ist der entsprechende Prozentsatz bei männlichen Figuren nur etwa ein Viertel so groß. Hier ist auch der Vergleich mit Jugendfilmen wichtig, bei denen die Prozentsätze zwar meist niedriger liegen, es aber deutlich mehr dünne weibliche Figuren gibt. In allen Filmen werden jugendliche Figuren sexualisierter dargestellt als erwachsene Figuren.

Die Zahlen gehen noch weiter, so gehen zum Beispiel nur 24,2% unserer weiblichen Figuren gehen einer Arbeit nach. Schlimm sieht es bei uns hinter der Kamera aus: Mit nur 7,1% Regisseurinnen (Überdurchschnittlich! Das muss man sich mal vorstellen!!) (Vergleich UK: 27,3%), 22,2% Autorinnen (UK: 58,8) und 23,8% Produzentinnen.

Hier die Infografik des Instituts:

Gender Bias Without Borders Infographic

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