Link: Das Gesetz der Serie

Serien wie „Mad Men“ oder „House of Cards“ sind weniger Plot-getrieben als ältere Vorgänger und legen den Akzent eher auf eine panoramatische Gesamtbetrachtung eines bestimmten Milieus, sie sind ein additiver Gesellschaftsroman, die zeitgenössische Comédie humaine. Der Serie ist also das Kunststück gelungen, gleichermaßen innovativ wie traditionsgebunden zu sein, indem sie eingeführte ästhetische Strategien auf ein … Weiterlesen

Link: Schweizer Film Plot Generator

GANZ ODER GAR NICHT Ein Förster mit gebrochenem Herz und Melanie Winiger geben der Behindertenwerkstatt neuen Schwung. Alles wird wieder so wie früher. Scheinbar schon seit 2012 gibt es vom Schweizer Filmschreiber Patrick Karpiczenko einen Film Plot Generator mit eingebauter Förderungsantrag-Funktion. Für alle die ihn bisher auch nicht bemerkt haben: Schweizer Film Plot Generator.

Link: An ode to envy

Proust actually links the language of scholarship and jealousy. When Swann is like in his jealous throes, and suddenly he is listening at doorways and bribing his mistress‘ servants, he defends these behaviors. He says „You know, look, I know you think this is repugnant but it is no different from interpreting an ancient text … Weiterlesen

Link: WWII Films

IMDb lists 4,893 films tagged with „world-war-two“. The list contains full-length movies, TV episodes, short films, and the occasional miniseries. I downloaded a random sample of these entries and found that the average run time was 95 minutes, which means the entire collection probably has a combined length of a little over 300 days. World … Weiterlesen

Link: How to feel inspired again

The trick is to distract yourself from the current way of thinking/thoughts and feed your mind something it’s not dissected before. Our brains love to be busy, looking at things we haven’t seen before, listening to things to we haven’t heard before. I hate guitar today – 10 Ideen für einen schlechten Tag, die sich … Weiterlesen

So geht man nicht mit Menschen um – nur mit Autoren

In einem etwas älteren Artikel in der FAZ beschreibt Markus Stromiedel seine Erfahrungen, die er als Autor mit Produktionsfirmen, Redaktionen und Verlagen gemacht hat. Kurz zusammengefasst: VerlagsautorInnen wird mit Wertschätzung begegnet –

„Herzlichen Dank, dass Sie uns Ihr Werk anvertrauen.“

– FernsehautorInnen nicht, ganz im Gegenteil:
FernsehautorInnen sind Erfüllungsgehilfen der Vorstellungen vieler Macher und Entscheider.

„Doch die negativen Erlebnisse sind symptomatisch für einen Geist, der in der Fernsehbranche herrscht und der meines Erachtens schuld daran ist, dass wir mit unserem fiktionalen Fernsehprogramm Zuschauer verlieren, schleichend, aber deutlich. Im Selbstverständnis vieler Macher und Entscheider sind Fernsehautoren Erfüllungsgehilfen ihrer eigenen konkreten Vorstellungen. Nicht das Unerwartete wird gesucht, sondern das Vertraute, das Gewohnte, zwar in stets neuem Gewand, im Kern aber gleich. Nicht Neugier und Wagemut bestimmen das Handeln, sondern der Wunsch, einen kreativen Prozess fest im Griff zu haben, von der Idee bis zum fertigen Produkt.“

Wie wohl jede Autorin und jeder Autor habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht, aber auch negative: So habe ich einmal mit einer Redaktion und zweimal mit einer Produktionsfirma gut zusammengarbeitet. Die Gespräch waren freundlich, wertschätzend und konstruktiv, in einem wurde mir ein Vertrag zugesagt. Doch plötzlich war der Kontakt weg. Keine Antwort auf meine Mails, keine Reaktion auf meine Anrufe, oder wenn ich doch einmal die entsprechende Person ans Telefon bekam, dann war sie gerade in einer Besprechung oder unterwegs oder sonstwo und wollte mich zurückrufen. Was aber nie geschah.

Wieso ist das so? Wieso wird mit AutorInnen oftmals so umgegangen (mit anderen Kreativen vielleicht auch, das weiß ich nicht, ich kenne nur die Autorenperspektive)?
„Ein Film von…“ – Von wem ist ein Film nochmal?
Vor einigen Jahren war ich auf „Tatort Eifel„, eine hervorragende Veranstaltung für Krimimacher und –macherinnen. Dort gab es eine Premiere. Nach dem Film standen ein Moderator, der Regisseur, der Redakteur, ein Schauspieler und der Autor auf der Bühne, der Autor ganz außen. Der Moderator moderierte und parlierte, stellte enthusiastisch den Regisseur vor, den Redakteur, der ständig von „meinem Film“ sprach, und den Schauspieler und wollte schon weiter im Text als ihm plötzlich einfiel, dass da ja noch jemand steht, „ach ja, und das hier…“, er schaute auf seinen Karteikarten nach einem Namen, „…das hier…“, auch auf der letzten Karteikarte keiner, „…das hier ist der Autor, gut, wo waren wir stehen geblieben, ach ja, bei dem hervorragenden Regisseur…“. Der Autor wirkte angepisst. Verständlicherweise.

Vor ein, zwei Jahren sah ich den allerersten Tatort: „Taxi nach Leipzig“. Im Vorspann steht ganz groß „Ein Film von…“ und dann kommen die Namen des Autors und des Regisseurs. Im Abspann steht ganz groß „Ein Film von…“ und dann steht dort der Name des Autors. Nicht der des Regisseurs. Was ist seit dem geschehen?

Warum werden AutorInnen manchmal gar nicht mehr erwähnt? Warum findet eine solche Fixierung auf die Regisseure statt?
Wie sehr beeinflusst der Umgang mit AuroInnen ihr Schreiben und die Qualität ihrer Drehbücher?
Und hat die geringe Wertschätzung von AutorInnen unmittelabr etwas mit der Qualität der Drehbücher zu tun? Anders gefragt: Wären Drehbücher besser, wenn anders mit AutorInnen umgegangen würde?

Auch wenn es noch viele weitere Gründe gibt, die die Qualität von Drehbüchern und das Schreiben der AutorInnen beeinflusst, scheint der Umgang mit ihnen ein wesentlicher zu sein, wenn man sich die Antwort anschaut, die die Produzentin der dänischen Serie „Borgen“ Camilla Hammerich in einem Interview auf die Frage gibt, wie wichtig die Rolle des Drehbuchautors ist:
„Alle verfolgen eine Vision, und das ist die des Autors.“

Der Autor ist das Herzstück, das innere Geheimnis des Erfolgs. Daher wird er vom Sender DR festangestellt und hat inhaltlich das letzte Wort. Alle verfolgen „eine Vision“, wie wir es nennen, und das ist die des Autors. Wir haben bei „Borgen“ alle für Adam Price gearbeitet und versucht, seine Vision umzusetzen. Das geht vor allem deshalb, weil der DR fast 90 Prozent des Budgets der Serie bestreitet. Das bedeutet, dass nur wenige Koproduzenten beteiligt sind und ganz wenige Leute Entscheidungen treffen…insgesamt ist der Autor sehr frei in seinen Entscheidungen.

Link: Emotion Rules!

We tend to remember, for a long time after, finely crafted scenes that reveal important information, but scenes that are supercharged with emotion, we remember forever. […] Supercharge your scenes with emotion, and do it often. Your story will be more memorable for it. Der ägyptische/griechische/südafrikanische/britische/australische Autor Stavros Halvatzis bloggt übers Schreiben und Erzählen: http://stavroshalvatzis.com/story-design/emotion-rules

Link: Collateral – In praise of Michael Mann’s action odyssey

It’s a movie about a city, and a movie about a couple of guys. It’s an action movie where an old man talks about Miles Davis; it’s a philosophical drama where Jamie Foxx does a Tom Cruise impression; it’s a violent melodrama where Javier Bardem delivers the line „‚Sorry‘ does not put Humpty-Dumpty back together … Weiterlesen