Kategorie: Rezipieren

Manchmal trüben mir Vorurteile die Wahrnehmung: Nach Ad Astra war ich mir sicher einen Debutfilm gesehen zu haben, und zwar nicht bloß den Debutfilm eines Nachwuchsautorenfilmers, sondern den eines gestandenen Produzenten, der jetzt auch mal einen eigenen Stoff entwickelt und sich dann selbst als Regisseur eingesetzt hatte, um sein Baby möglichst unbeschädigt von (dummen wie klugen) äußeren Einflüssen auf die Welt zu bringen.

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Man muss ja immer einige Jahre auf einen neuen Film des Franko-Kanadiers Denys Arcand warten. Inzwischen ist er 78 Jahre alt und es ist hoffentlich nicht sein letzter. Denn mit diesem Film ist er ganz nah bei der Jugend und am Zeitgeist. Wie immer wird dieser Zeitgeist intelligent kritisiert: der Neoliberalismus, der durch das Nachbarland Amerika bestimmt ist. Man kann sagen: Denys Arcands ständiger Hauptfeind.

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Psychologe und Psychoanalytiker Dr. Niklas Gebele, der auch zahlreiche hilfreiche Artikel für filmschreiben verfasst hat, schreibt in der Juliausgabe des Deutschen Ärzteblatt PP anlässlich des 120. Geburstags von Ernest Hemingway über den Schriftsteller als tiefenpsychologisches Phänomen.

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Der Verband für Film- und Fernsehdramaturgie hat die 44. Ausgabe des Dramaturgiemagazins Wendepunkt herausgegeben. Thematischer Schwerpunkt sind Methoden der Stoffentwicklung: Timo Gößler und Katrin Merkel schreiben über den Writers‘ Room in Deutschland und Egbert von Wyngaarden über »agile Stoffentwicklung«.

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Seit Anfang des Jahres schreibe ich monatlich einen Rückblick, was in Film, Dramaturgie und Erzählen passiert ist. Für mich: um nicht immer alles zu verpassen. Und für unsere Leserinnen und Leser: weil ich vielleicht nicht der Einzige bin, der immer alles verpasst. Im März verstarb Autorenfilmerin Agnès Varda, es gab zwei 80. Geburtstage und ein dritter folgt morgen, der Rundfunkbeitrag wurde diskutiert und der Verband Deutscher Drehbuchautoren (und wohl nur der) hat sich über die neue Urheberrechtsrichtlinie gefreut.

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Roy Wood Jr., »Korrespondent« der Late-Night-Comedy »The Daily Show« spricht in der jüngsten Ausgabe des Segments »CP Time«, in der er immer wieder Phänomene und Stereotypen von Farbigen im (weißen) Kulturbetrieb der Vereinigten Staaten aufspießt, über den »Magical Negro« im (amerikanischen) Film: Eine Trope, nach der spirituell »taube« weiße Helden Hilfe von »magischen« farbigen Mentoren brauchen um an ihr Ziel zu kommen.

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Im Januar habe ich hier im Blog mit einem monatlichen Rückblick auf Film und Erzählen begonnen: Damit ich nicht immer alles verpasse und damit unsere deutlich aufmerksameren Leserinnen und Leser einen kleinen Überblick haben über das, was geschehen ist und sie doch längst erfahren haben. Der vergangene Monat war natürlich von Preisverleihungen bestimmt: Berlinale, Deutscher Drehbuchpreis, Grimme-Preis, WGA-Awards, Oscar-Verleihung. Um Geschlechtergerechtigkeit und die EU-Urheberrechtsreform ging es aber auch.

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Auch in nicht ausgesprochener Drehbuch-Fachliteratur findet man oft interessante Aspekte zum Thema filmschreiben. In Texten, die vielleicht sogar schon über zweitausend Jahre alt sein können, gilt doch Aristoteles Poetik als die Ur-Inspiration der amerikanischen Filmdramaturgie. Film ist nur eine moderne, bildgeleitete Variante von Drama und eine Adaption von Prosa-Erzählung. Heute hier etwas aus Michaela Karl: »Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber«: Dorothy Parker. Eine Biografie. btb 2012.

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Weil dramaturgische Analysen sehr zeit- und arbeitsaufwändig sind (und deshalb viel Geld kosten), und wir das nicht immer für diesen Blog leisten können, gibt es den Ersten Eindruck: Aktuelle Filme aus dem Kino und jetzt (neu!) auch aus dem Video on Demand, mit dramaturgischem Blick geschaut und vorgestellt. Unvollständig und selten detailliert, aber dafür ehrlich, spontan und aufs Wesentliche konzentriert. Heute: Bird Box, Buch: Eric Heisserer.

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Weil mir bei der Recherche zu meinem kurzen Jahresrückblick 2018 aufgefallen war, wie viele Ereignisse zum Film und zum Erzählen trotz aller Aufmerksamkeit für diese Themen an mir vorbeigehen, ohne dass ich davon viel Notiz nehme, und es möglicherweise unseren Leserinnen und Lesern ähnlich geht, möchte ich einen solchen Rückblick im monatlichen Rhythmus versuchen. Der Januar ’19 im Erzählen: 10 kleine Wendepunkte.

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Aktuelle Kinofilme dramaturgisch zu untersuchen ist schwierig, weil wir sie dafür eigentlich mehrfach sehen müssten. Dafür fehlen die Ressourcen und manchmal die Geduld. Deshalb ein kurzer erster dramaturgischer Eindruck, der weder umfassende Vollständigkeit, noch analytische Detailtiefe verspricht – dafür spontane Ehrlichkeit und die Konzentration aufs Wesentliche. Heute: Astrid, Buch: Kim Fupz Aakeson und Regisseurin Pernille Fischer Christensen.

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