Kategorie: Dramaturgie

Roy Wood Jr., »Korrespondent« der Late-Night-Comedy »The Daily Show« spricht in der jüngsten Ausgabe des Segments »CP Time«, in der er immer wieder Phänomene und Stereotypen von Farbigen im (weißen) Kulturbetrieb der Vereinigten Staaten aufspießt, über den »Magical Negro« im (amerikanischen) Film: Eine Trope, nach der spirituell »taube« weiße Helden Hilfe von »magischen« farbigen Mentoren brauchen um an ihr Ziel zu kommen.

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Weil dramaturgische Analysen sehr zeit- und arbeitsaufwändig sind (und deshalb viel Geld kosten), und wir das nicht immer für diesen Blog leisten können, gibt es den Ersten Eindruck: Aktuelle Filme aus dem Kino und jetzt (neu!) auch aus dem Video on Demand, mit dramaturgischem Blick geschaut und vorgestellt. Unvollständig und selten detailliert, aber dafür ehrlich, spontan und aufs Wesentliche konzentriert. Heute: Bird Box, Buch: Eric Heisserer.

Erzähltechniken Filme Struktur

Dimensionen filmischen Erzählens von Film- und Fernsehdramaturg Roland Zag, Anfang Dezember bei Herder erschienen, ist ein ungewöhnlicher Drehbuchratgeber: Weil er neben dem Wie auch das Warum des Erzählens beantworten will, und statt Sicherheit im Bewährten zu suchen Veränderung fordert.

Bücher Dramaturgie Rezipieren

In der Wochenendausgabe der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG vom 8./9. Dezember gab es ein Interview mit der Schauspielerin Emily Blunt. Hieraus eine Passage: Emily Blunt: Ich versuche meine Arbeit gut zu machen. Süddeutsche: Wie funktioniert das? Tief eintauchen. Man muss versuchen ihr Dilemma zu…

Dramaturgie Figuren Szene & Dialog

Die nächste Heldenreise fällt uns Erzählerinnen und Erzählern schwer. Schon bei FilmStoffEntwicklung 2016 suchte Alfred Behrens nach einer »Widerstand der Ästhetik« durch eine »Ästhetik des Widerstands«, die statt Individuen Kollektive erzählt. Roland Zag kritisierte bei FilmStoffEntwicklung 2018, in einer Welt, die von Ohnmachtsgefühlen und tatsächlicher individueller Ohnmacht bestimmt werde, sei der sich selbst befähigende Held anachronistisch. Ich selbst bezeichnete die Heldenreise und ihr Verständnis von Fähigkeit, Verantwortung und Schuld in meiner Diskussion von Opfererzählungen als zynisch.

Dramaturgie Struktur

Dramaturg Roland Zag stellt im Vortrag »Dramaturgie der Systeme. Eine Drehbuchlehre fürs 21. Jahrhundert?« bei der diesjährigen VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung in Vorbereitung der Präsentation seines Buches »Dimensionen filmischen Erzählens« am 29. November in Berlin Überlegungen zu einer epischen Dramaturgie an, die im Gegensatz zur Heldenreise die Unübersichtlichkeit der modernen Welt darstellt, die Machtlosigkeit des Einzelnen, die deshalb notwendige Vernetzung untereinander, und statt eines individuellen Antagonisten ein antagonistisches System.

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Bei der Podiumsdiskussion, eher dem Werkstattgespräch, »Der Krieg und ich. Krieg für Kinder erzählen« bei der diesjährigen VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung empfangen Dr. Eva-Maria Fahmüller und Dr. Rüdiger Hillmer (beide VeDRA) Autor und Regisseur Matthias Zirzow und Autorin Ramona Bergmann von der Dokudrama-Kinderserie Der Krieg und ich: Der zweite Weltkrieg aus Sicht von Kindern und Jugendlichen der beteiligten Staaten, in acht Episoden.

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Eine zweite Podiumsdiskussion der diesjährigen VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung, »Kino als moralische Anstalt? Der deutsche Film zwischen Tabubruch und Moral« entzündet sich am deutschen Film Styx. Zu Gast sind Autorenfilmerin Nora Fingerscheidt und Produzent Jonas Weydemann anlässlich des gemeinsamen Projektes »Systemsprenger«, Filmkritiker Matthias Dell, und die Dramaturgin und Leiterin des BKM Drama Department Julia Grünewald. Moderatorin ist Dramaturgin Birgit Wittemann (VeDRA).

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Über »Männer, die zufällig Brüste haben«: »Raus aus dem Malestream. Weibliche Perspektiven in der Stoffentwicklung«, eine Podiumsdiskussion bei der diesjährigen VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung, problematisiert die Zahl und Qualität von Frauenrollen vor und hinter deutschen Kameras und sucht nach Antworten, formalen wie inhaltlichen.

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Letzte Woche ist die neue Ausgabe des Wendepunkts, der Zeitschrift des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie VeDRA, pünktlich zu FilmStoffEntwicklung 2018, dem diesjährigen Tag der Dramaturgie, erschienen. Neben einem Ausblick auf die Tagung geht es um vier Veröffentlichungen zum modernen Geschichtenerzählen, um den Kinderfilm, Twist Endings, und das Gestalten von Erzählwelten – und das Gestalten an sich.

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Die zwei wichtigsten politischen Parteien in Deutschland wollen sich verändern. Wie kann das funktionieren? Bei der Beantwortung solch einer schwierigen Frage kommt der ständige Blick dieses Blogs ins Geschichtenerzählen vielleicht an seine Grenzen. Vielleicht kann er aber auch weiterhelfen, denn Drama ist immer ein Drama um Veränderung. Dramaturgie und Storytelling zeigen uns, wie diese Veränderung in der Erzählung funktioniert und wie sie durch die Erzählung kommuniziert werden kann. Es ist den Versuch wert, diese Funktionsweisen auf so reale und so große Veränderungen zu beziehen, wie die derzeitigen in der Politik.

Dramaturgie Erzählen Storytelling

Die Drei-Akt-Struktur einer dramatischen Erzählung hat zwei entscheidende Momente: Die Wechsel vom ersten in den zweiten und vom zweiten in den dritten Akt. Sie haben in verschiedenen Drehbuchtheorien verschiedene Namen und verschiedene Beschreibungen, ich möchte hier eine Beschreibung anbieten, die sich für mich am hilfreichsten erwiesen hat. Denn diese Momente sind nicht nur entscheidende Momente, es sind Momente der Entscheidung.

Dramaturgie Struktur