Autor: <span class="vcard">Arno Stallmann</span>

Unser Europa ist eine kulturelle Schatzkammer«, schreibt die CDU, »Europa ist für uns kulturelle Vielfalt« die SPD. Bei den Grünen lebt die europäische Idee »durch die Inspiration kultureller Vielfalt«, bei der FDP zeichnet Europa ein »vielfältiges Kulturerbe« aus. Die Linke stellt fest: »Europas Kulturen […] sind vielfältig.« Für die Europawahl 2019 habe ich wie schon zur vergangenen Bundestagswahl einen Blick auf die Kulturpolitik in den Wahlprogrammen von FDP, Grünen, Linken, SPD und Union geworfen. Nicht als Hilfe bei der Wahlentscheidung, bei der andere Kriterien vermutlich sinnvoller sind, sondern als Blick darauf, was Kunst- und Kulturschaffende in den kommenden Jahren erwartet.

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Belinde Ruth Stieve, Erfinderin des Diversitäts-Tools NEROPA, macht in einem neuen Artikel Warum arbeitet Ihr nicht mit uns? – Protagonism is Propaganda for Privilege auf Ihrem Blog SchspIN auf einen Brandbrief an ARD-Programmdirektor Volker Herres aufmerksam, den Autorinnen ob des alarmierenden Geschlechterverhältnisses im Drehbuchgewerk formulierten.

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Seit Anfang des Jahres schreibe ich monatlich einen Rückblick, was in Film, Dramaturgie und Erzählen passiert ist. Für mich: um nicht immer alles zu verpassen. Und für unsere Leserinnen und Leser: weil ich vielleicht nicht der Einzige bin, der immer alles verpasst. Im März verstarb Autorenfilmerin Agnès Varda, es gab zwei 80. Geburtstage und ein dritter folgt morgen, der Rundfunkbeitrag wurde diskutiert und der Verband Deutscher Drehbuchautoren (und wohl nur der) hat sich über die neue Urheberrechtsrichtlinie gefreut.

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Liebe filmschreiben.de, im kommenden September wird dieses Projekt fünf Jahre alt und was wir uns dafür am meisten wünschen, das seid ihr: unsere Leserinnen und Leser. Wir suchen neue Gast-AutorInnen, neue »feste« filmschreiben-AutorInnen und wir bilden eine neue filmschreiben-Redaktion. Jede und jeder, die und der sich mit dem Erzählen befasst und sich beteiligen will, ist herzlich dazu eingeladen.

Allgemein

Roy Wood Jr., »Korrespondent« der Late-Night-Comedy »The Daily Show« spricht in der jüngsten Ausgabe des Segments »CP Time«, in der er immer wieder Phänomene und Stereotypen von Farbigen im (weißen) Kulturbetrieb der Vereinigten Staaten aufspießt, über den »Magical Negro« im (amerikanischen) Film: Eine Trope, nach der spirituell »taube« weiße Helden Hilfe von »magischen« farbigen Mentoren brauchen um an ihr Ziel zu kommen.

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Im Januar habe ich hier im Blog mit einem monatlichen Rückblick auf Film und Erzählen begonnen: Damit ich nicht immer alles verpasse und damit unsere deutlich aufmerksameren Leserinnen und Leser einen kleinen Überblick haben über das, was geschehen ist und sie doch längst erfahren haben. Der vergangene Monat war natürlich von Preisverleihungen bestimmt: Berlinale, Deutscher Drehbuchpreis, Grimme-Preis, WGA-Awards, Oscar-Verleihung. Um Geschlechtergerechtigkeit und die EU-Urheberrechtsreform ging es aber auch.

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Gegenstand der Auseinandersetzung ist die neue EU-Urheberrechtsrichtlinie. Die Fronten bilden die mächtigen Rechteverwerter auf der einen und mächtigen Internetplattformen auf der anderen Seite: Goliaths, die sich gern als Davids inszenieren. Und es gibt wohl durch Information oder Desinformation ehrlich motivierte Aktivistinnen und Aktivisten auf der einen wie auf der anderen Seite. Die einen verteidigen das Urheberrecht. Die anderen verteidigen die Kunstfreiheit.

Urheberrecht

Weil dramaturgische Analysen sehr zeit- und arbeitsaufwändig sind (und deshalb viel Geld kosten), und wir das nicht immer für diesen Blog leisten können, gibt es den Ersten Eindruck: Aktuelle Filme aus dem Kino und jetzt (neu!) auch aus dem Video on Demand, mit dramaturgischem Blick geschaut und vorgestellt. Unvollständig und selten detailliert, aber dafür ehrlich, spontan und aufs Wesentliche konzentriert. Heute: Bird Box, Buch: Eric Heisserer.

Erzähltechniken Filme Struktur

Weil mir bei der Recherche zu meinem kurzen Jahresrückblick 2018 aufgefallen war, wie viele Ereignisse zum Film und zum Erzählen trotz aller Aufmerksamkeit für diese Themen an mir vorbeigehen, ohne dass ich davon viel Notiz nehme, und es möglicherweise unseren Leserinnen und Lesern ähnlich geht, möchte ich einen solchen Rückblick im monatlichen Rhythmus versuchen. Der Januar ’19 im Erzählen: 10 kleine Wendepunkte.

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Aktuelle Kinofilme dramaturgisch zu untersuchen ist schwierig, weil wir sie dafür eigentlich mehrfach sehen müssten. Dafür fehlen die Ressourcen und manchmal die Geduld. Deshalb ein kurzer erster dramaturgischer Eindruck, der weder umfassende Vollständigkeit, noch analytische Detailtiefe verspricht – dafür spontane Ehrlichkeit und die Konzentration aufs Wesentliche. Heute: Astrid, Buch: Kim Fupz Aakeson und Regisseurin Pernille Fischer Christensen.

Filme

Aktuelle Kinofilme dramaturgisch zu untersuchen ist schwierig, weil wir sie dafür eigentlich mehrfach sehen müssten. Dafür fehlen die Ressourcen und manchmal die Geduld. Deshalb ein kurzer erster dramaturgischer Eindruck, der weder umfassende Vollständigkeit, noch analytische Detailtiefe verspricht – dafür spontane Ehrlichkeit und die Konzentration aufs Wesentliche. Heute: Aquaman, Buch: Will Beal und David Leslie Johnson-McGoldrick nach der Comicfigur von Paul Norris und Mort Weisinger.

Filme

Frank Zeller schreibt in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche, Der tägliche Tod, über deutsche Fernsehkrimis bzw. das deutsche Krimifernsehen und problematisiert den ständigen Blick ins menschliche Dunkel: Jede Privatperson in einem Krimi sei verdächtig; der Held hingegen sei stets die Staatsgewalt.

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