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Die gute Idee ist eine Handlung, ein Konflikt. Und vielleicht haben wir das Gefühl, mehr braucht unsere Geschichte doch gar nicht: es ist ja alles schon da. Sie kann jetzt so niedergeschrieben, veröffentlicht, beklatscht werden. Im ersten Artikel dieser kleinen Reihe jedoch haben wir gesehen, wie eng verzahnt Figuren mit ihrer Handlung sein können, sein müssen, um eine gute Geschichte zu erzählen.

Dramaturgie Konflikt

Langeweile kann eine hervorragende Grundlage für Inspiration sein. Das lehren uns sogar die Geschichten selbst: erst, wenn der Held erkennt, dass er mit seinem Plan gescheitert ist, und sich im Tiefpunkt aller gewohnten Handlungsoptionen beraubt sieht, öffnet er sich neuen ungeahnten Möglichkeiten und Ideen. Anlässlich unserer neuen Häuslichkeit und wiederentdeckten Freizeit in Zeiten der Corona-Krise, eine Hilfestellung für das Entwickeln der ersten (oder zweiten, dritten, vierten, …) großen eigenen Geschichte.

Dramaturgie Figuren

Direkt nach Erscheinen des Romans Unterleuten, den ich voller Bewunderung gelesen habe, schrieb ich via Verlag mein Kompliment an die Autorin Juli Zeh. Ich gab mich als Filmdramaturg zu erkennen und bemerkte, dass ich mir eine Verfilmung kaum vorstellen könne, weil der Perspektivwechsel auf die Figuren, dadurch dass sich in jedem Kapitel auf eine Figur erzählerisch konzentriert wird kaum ins Filmische übertragen werden kann.

Filme

Der Schauspieler, Dokumentarfilmer und Naturschutzaktivist Hannes Jaenicke hat in einem Deutschlandfunk-Gespräch interessante Thesen aufgestellt. Film ist die überlegene amerikanische Kunst: wegen Hollywood, wegen der deutsch-jüdischen Emigranten der 20er und 30er-Jahre, wegen der Professionalität, die von Autoren, Schauspielern und Regisseuren verlangt und geleistet wird.

Branche & Markt

Die stärksten Geschichten sind die, in denen sich der Hauptprotagonist selbst verändert. Sie haben die größte Tiefe und Bedeutung: Der Hauptprotagonist erlangt Selbsterkenntnis und Selbst-Bewusstsein, entwickelt seine Persönlichkeit weiter und wird dadurch glücklich.

Figuren Struktur

Jens Becker, Drehbuchautor, Regisseur und Professor für »Drehbuch und Dramaturgie« an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, veröffentlichte im April letzten Jahres einen Drehbuchratgeber mit dem Titel »Das Drehbuch-Tool: Charaktere und Struktur gestalten mit dem Enneagramm«. Becker hat bereits 2014 zwei Vorläufer vom…

Fachtexte Figuren

 Die einzige Regel, die ich hatte, war: keine Smartphones. Das hat nicht nur mit dem Sujet von ,Transit‘ zu tun. Mein Sohn hat mir einmal die Augen geöffnet, als er meinte: Es gibt zwei Sachen, die man nicht machen darf: man darf…

Dramaturgie Filme Szene & Dialog

In Tatort und Polizeiruf sind zu wenig Autorinnen beschäftigt: 2018 waren es 6,1 Prozent. Anfang des Jahres richteten sich 76 deutsche Drehbuchautorinnen in einem Brandbrief an die ARD-Sender, forderten eine 50-Prozent-Quote bis 2021 und boten dafür die Zusammenarbeit an einem runden Tisch an – bisher vergeblich. Die Beschäftigung von mehr Frauen scheitere an der »Qualitätsentscheidung« der Redaktionen, das ist das Argument der Sender.

Branche & Markt

Figuren

Mit dem zweiten Wendepunkt rückt die endgültige Konfliktauflösung in den Blick, das heißt, die vielen Optionen, die die Hauptfigur bis dahin hatte und von denen sie nicht wusste, welche sie zur Auflösung des Konfliktes führen kann, werden bis auf eine ausgeschlossen. Alle Hindernisse bis auf ein letztes großes sind überwunden. Der zweite Wendepunkt markiert den „Anfang vom Ende“.

Dramaturgie Struktur

Systemsprenger ist ein großartiger, schmerzhafter, weitgehend realistischer Film über ein Kind mit einer schweren Bindungsstörung und die Lücken in unserem sozialpädagogisch-psychiatrischen Versorgungssystem. Allerdings ist der Film potentiell auch sehr triggernd, durch die Darstellung von Traumatisierung, emotionaler Vernachlässigung und Gewalt. Insofern ist der Film dringend allen zu empfehlen, die sich so etwas ansehen können – allen anderen ist dringend davon abzuraten. Nachdem das gesagt ist, hier mein – weitgehend spoilerfreier – erster Eindruck.

Figuren Filme

Als Oldie vermeide ich es aus prinzipiellen Gründen ,große‘ Filme auf dem Computer anzuschauen oder gar, ein no go, auf dem Smartphone. Bei einer VeDRA-Diskussion auf dem Münchner Filmfest, wo es um neue Produktionsmöglichkeiten von Serien ging, fragte der Moderator am Ende, ob die Autoren und Regisseure nicht Probleme damit hätten, dass Ihre Werke nicht mehr im Fernsehen und Kino gezeigt würden. Offensichtlich waren die Macher mit dieser Frage überfordert, sie hatten sich darüber einfach noch keine Gedanken gemacht.

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