Weltverstehen und Radikalisierung: Das Storytelling der AfD – Teil 1: Core Story

Wieso findet eine reaktionäre, antidemokratische und ausländerfeindliche Partei wie die AfD so viel Zustimmung? Weil ihr Storytelling den Frust, die Wut und den Hass vieler Menschen artikuliert und weil deren Ängste und Sehnsüchte resonanzfähig für die AfD-Storys sind.

Die AfD gewinnt immer mehr Anhänger – im Juni 2016 liegt sie laut Forschungsgruppe Wahlen bei immerhin 13%. Eine Partei wird gewählt, wenn die Menschen sich von ihrer Politik ein besseres Leben versprechen. Eine wirksame Methode, um Hoffnung auf ein besseres Leben zu erzeugen, ist das Erzählen von Geschichten.

Deshalb werde ich in diesem vierteiligen Artikel das Storytelling der AfD analysieren: Welche Storys erzählt die AfD? Warum sind diese Storys erfolgreich? Was macht ihr Identifikationspotenzial und ihre Anziehungskraft aus? Warum glauben so viele Menschen ihnen? Gibt es bestimmte Merkmale, die die AfD-Anhänger kennzeichnen, so etwas wie eine gemeinsame „Mentalität“? Welche politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Konflikte thematisieren die Storys der AfD? Welche Lösungen schlägt sie für diese Konflikte vor? Also welches bessere Leben verspricht sie?

Eine Partei ist mehr als die Summe ihrer Storys. Um die AfD und ihren Erfolg zu verstehen, ist deshalb auch ein Blick auf die Partei selbst, die anderen Parteien – also ihre antagonistischen Kräfte – und die Medien zu werfen: Wie ist die AfD entstanden? Welche politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umstände haben zu ihrer Gründung geführt? Gibt es eine „Backstory Wound“, eine Verletzung in der Vergangenheit, der sich die AfD verdankt und ohne deren Heilung keine positive Lösung des Konfliktes zugunsten der liberalen Kräfte möglich ist? Wie hat sich die AfD seit ihrer Gründung entwickelt (Stichwort Radikalisierung)? Wie wird sie sich voraussichtlich weiterentwickeln? Wie reagieren die anderen Parteien und die Medien auf sie? Wie sehen ihre Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD aus? Warum sind diese Strategien erfolglos und wie könnten erfolgreiche Strategien aussehen?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, analysiere ich die AfD und den Umgang der anderen Parteien und Medien mit ihr aus der Perspektive der fiktionalen Dramaturgie. Die fiktionale Dramaturgie ist mehr als lediglich ein System aus Prinzipien, Erfahrungswerten, Denk- und Handlungsweisen, derer sich fiktional arbeitende Autorinnen und Autoren bedienen können, um ihre Drehbücher, Romane, Theaterstücke und Hörspiele zu entwickeln. Sie ist eine Methode, mit der man die Realität wahrnehmen, Ursachen analysieren, Zusammenhänge erkennen, Dynamiken verstehen und letztlich die Welt und das Leben darstellen und gestalten kann. Als solche nenne ich sie Storytelling – die Anwendung der Werkzeuge der fiktionalen Dramaturgie in non-fiktionalen Kontexten.

Dieser vierteilige Artikel ist der zweite in der Reihe „Weltverstehen und Radikalisierung“. Im ersten habe ich das Storytelling des Islamischen Staates untersucht und das Phänomen Islamischer Staat aus der Perspektive der fiktionalen Dramaturgie betrachtet.

Teil 1: Entstehung – die Core Story der AfD

Im ersten Teil dieses vierteiligen Artikels betrachte ich die Entwicklung der Core Story der AfD – also die Story, die ihren Daseinszweck zum Ausdruck bringt – und die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umstände, die zu ihrer Entstehung geführt haben. Dabei zeigt sich, dass die ursprüngliche Core Story – die Lucke-Version – nur eine „Beta-Version“ war. Sie wurde von einer neuen Version – der Petry-Version – abgelöst, in der es nicht mehr um die Rettung des (National)Staats geht, sondern um die Rettung der (Kultur)Nation. Momentan sieht es danach aus, dass auch sie von einer neuen, verengten, Version ersetzt werden wird – der Höcke/Gauland/Poggenburg-Version -, die sich der Rettung des Volks(staats bzw. –körpers) verschrieben hat. In dieser Verengung der Core Story zeigt sich die zunehmende Radikalisierung der Partei.

Teil 2: Radikalisierung – die „Charakterentwicklung“ der AfD

Diesen Prozess der Radikalisierungsdynamik stelle ich im zweiten Teil des Artikels genauer dar. In ihm betrachte ich das Phänomen AfD aus drei Blickrichtungen: Aus der Perspektive des thema- und werteorientierten Storytellings geht es um das inhaltliche Thema „Radikalisierung“, das emotionale Thema „Gemeinschaft“ und die zentrale Frage: Kann eine radikale Partei dauerhaft eine wachsende und stabile Gemeinschaft aus Mitgliedern, Wählerinnen und Wählern konstituieren oder muss sie sich permanent weiter radikalisieren, um ihre Gemeinschaft zu erhalten und zu vergrößern?

Aus der Perspektive des protagonistenzentrierten Storytelling geht es um die Frage, wer die wesentlichen Akteure der AfD sind. Denn sie sind es, die die Themen und Werte transportieren und sich radikalisieren.

Mit den Werkzeugen des handlungs- und konfliktbasierten Storytellings analysiere ich auf der strukturellen Ebene der Konfliktentwicklung die Charakterentwicklung der Partei: Wie und wodurch hat sich die Partei seit ihrer Gründung verändert, wo steht sie heute, wie könnte es mit ihr weiter gehen und wie könnte eine Auflösung des zentralen Konflikt zwischen ihr und den liberalen Kräften aussehen? (Zum thema- und werteorientierten, protagonistenzentrierten und handlungs- und konfliktbasierten Storytelling siehe meinen Artikel „Storytelling in der Praxis“).

Teil 3: Das Storytelling der AfD und ihre Anhänger

Im dritten Teil des Artikels geht es um das Storytelling der AfD. Grundlage der Betrachtung sind wieder die Werkzeuge der thema- und werteorientierten Dimension einer Story: Über welche inhaltlichen Themen erzählt die AfD? Mit welchen emotionalen Themen und universellen Werten stößt sie bei den Menschen auf Resonanz? Welche Antworten gibt sie auf die zentralen Fragen ihrer Storys?

Eine Strategie in der Auseinandersetzung mit der AfD ist erfolgreich, wenn die AfD nicht mehr gewählt wird. Um eine solche Strategie zu entwickeln, reicht es nicht aus, die politischen Positionen und Argumentationen der AfD zu kennen und zu widerlegen. Wichtiger noch ist es, die tieferliegenden Gründe zu verstehen, warum so viele Menschen die AfD wählen. Deshalb geht es in diesem Teil des Artikels auch um die Frage, wer die Anhänger der AfD sind. Die Analysewerkzeuge, die ich verwende, sind die des protagonistenzentrierten Storytellings: Warum wählen Menschen die AfD oder sympathisieren mit ihr? Was ist ihre Motivation? Gibt es bestimmte Eigenschaften – Persönlichkeitsstrukturen, charakterliche Dispositionen, Lebenserfahrungen, Verletzungen, ohne deren Heilung die AfD immer stärker wird, etc. -, die sie gemeinsam haben?

Einer der Hauptgründe ist Angst: Angst vor Identitätsverlust, vor Kontrollverlust, vor Wohlstandsverlust, vor Verlust des sozialen Status´, vor Verlust der Unversehrtheit, vor Unsicherheit und vor Ungerechtigkeit. Der Begriff der Demütigung wird hierbei eine zentrale Rolle spielen.

Da jeder Mensch ein Individuum ist (eine alte Erkenntnis, die die AfD oftmals zu vergessen scheint, beispielsweise in Bezug auf Muslime und Muslimas), sind verallgemeinernde Aussagen wie ich sie hier treffen werde, hypothetisch und spekulativ und entsprechend kritisch zu betrachten. Dennoch können sie zu wichtigen Erkenntnissen führen im Hinblick auf die Frage, wie eine erfolgreiche Strategie in der Auseinandersetzung mit der AfD aussehen kann. Denn eine solche Strategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie auf diese Ängste referiert, politisches Handeln sie löst und Demütigungsmechanismen ausgeschaltet werden.

Teil 4: Die antagonistischen Kräfte und Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD

Um diese Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD geht es im vierten Teil des Artikels, genauer: um die antagonistischen Kräfte der AfD. In der Fiktion muss die antagonistische Kraft – der Gegenspieler – stark sein, denn nur wenn er stark ist, kann die Hauptfigur stark sein, und je stärker er ist, umso stärker muss die Hauptfigur sein. In der Realität verdankt sich die Stärke eines Protagonisten oftmals der Schwäche seiner Gegner, im Falle der AfD also vor allem der Schwäche der anderen Parteien, aber auch der des Journalismus. Die Fragen, um die es geht, lauten: Welche Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD verfolgen die anderen Parteien? Warum sind sie nicht erfolgreich und welche Strategien könnten Erfolg versprechen? Wie sollten die Medien mit der AfD umgehen, um ihr nicht wie bisher eine ideale Plattform für deren Storytelling zu geben?

Politik und die Hoffnung auf ein besseres Leben

Parteien werden gewählt, wenn sie für eine Gestaltung der Gesellschaft stehen, von der sich die Menschen ein besseres Leben erhoffen. Ein besseres – oder gutes – Leben realisiert sich in der Verwirklichung bestimmter universeller Werte: Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Einheit, Sicherheit, Anerkennung, Respekt, Vertrauen, Loyalität, Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung. (Eine Voraussetzung für den Erfolg einer Partei ist demnach ein aktueller Gesellschaftszustand, in dem nicht alle oder sogar keiner dieser Werte realisiert ist. So gesehen kann also keine Partei das Ziel haben, diesen Zustand endgültig aufzulösen und eine ideale Gesellschaft zu etablieren, da sie dadurch automatisch überflüssig werden würde. Sie muss entsprechend dafür sorgen, dass in der Gesellschaft Konflikte existent bleiben, deren Lösung sie dann wieder versprechen kann. Das ist das Paradox jeglicher Parteipolitik.)

Ein effektives Instrument, diese Hoffnung auf ein besseres Leben zu erzeugen, ist das Erzählen von Geschichten, da es in ihnen – zumindest in den guten unter ihnen – immer um genau jene Werte geht: Gute Geschichten sind immer auch Wertediskurse. Sie geben Antworten auf die beiden existenziellen Fragen: „Wie soll ich leben?“ und „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“. Mit ihnen tauschen wir uns darüber aus, wie wir in Beziehung zueinander treten wollen: solidarisch, individualistisch, integrierend, ausgrenzend.

Eine Partei ist umso erfolgreicher, je mehr Werte sie einzulösen verspricht und je glaubwürdiger ihre Storys hierfür sind. Denn je glaubwürdiger diese Versprechen, desto größer die Resonanzfähigkeit der Storys. Je größer die Resonanzfähigkeit, umso stärker ihre Anziehungskraft. Und je stärker ihre Anziehungskraft, umso mehr Zustimmung und Anhänger finden sie. Resonanzfähigkeit und Anziehungskraft sind dabei jedoch immer zeitlich bedingt. In Zeiten ohne Flüchtlinge beispielsweise könnten bestimmte AfD-Storys keine Wirkung entfalten.

Der Erfolg der AfD ist demnach mit dem gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft zu erklären, in dem diese Werte nicht hinreichend realisiert sind, und mit den Storys, mit denen die AfD die Hoffnung auf Verwirklichung dieser Werte erzeugt. Ein Grund, warum so viele Menschen diesen Storys glauben, liegt darin, dass die zentralen Storys der anderen Parteien (die Linke zum Teil ausgenommen) – mittels Europäischer Union und Globalisierung die Werte Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Solidarität, Sicherheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle durch mehr Wachstum zu realisieren – ihre Glaubwürdigkeit und damit ihre Anziehungskraft verloren haben. Den etablierten Parteien gelingt es also nicht mehr, den Menschen glaubwürdig die Hoffnung auf ein besseres Leben zu vermitteln. Stattdessen machen die Menschen Erfahrungen, die diesen Versprechen zuwiderlaufen. Als Folge davon identifizieren sie sich nicht mehr mit ihnen, sondern glauben anderen Storys, die andere Antworten auf die Frage geben, wie diese Werte eingelöst werden können – beispielsweise den Storys der AfD.

Eine Story kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie auch erzählt wird. Ein weiterer Grund für den Erfolg der AfD ist daher, dass die Medien den Storys der AfD ein Übermaß an Öffentlichkeit verschaffen und die AfD damit in ihnen einen mächtigen Verbündeten für ihr Storytelling findet. Und das nicht nur, indem AfD-Politiker in politischen Talk-Shows überrepräsentiert sind und aufgrund der regelmäßigen Berichterstattung über die AfD selbst bei unbedeutenden Kleinigkeiten, sondern beispielsweise auch durch die übertriebene Berichterstattung über den Islamischen Staat oder die reflexhaft angesetzten Sondersendungen über Attentate oder Flugzeugabstürze, die sofort mit dem IS in Verbindung gebracht werden, selbst wenn es noch nicht einmal einen konkreten Hinweis darauf gibt, ob der IS dahinter steckt. Damit schüren die Medien unnötig Angst und unterstützen sowohl das Storytelling der AfD als auch das des IS (zur wechselseitigen Abhängigkeit des Storytelling der AfD und des IS und der Rolle der Medien dabei siehe den Artikel „Das Storytelling des Islamischen Staates“ dieser Reihe).

Die Schwäche der etablierten Parteien ist die Stärke der AfD

Storys sind kein politisches Handeln. Sie sind Kommunikation über politisches Handeln. Die Ursache für den Glaubwürdigkeitsverlust der Storys der etablierten Parteien liegt daher in deren Verfasstheit, ihrem Politikstil, ihrem politischen Handeln, das den gegenwärtigen Zustand herbeigeführt hat, und in ihren Lösungsvorschlägen für die gesellschaftlichen Konflikte, die aus Sicht vieler Menschen nichts lösen, sondern alles noch verschlimmern. Lediglich andere Storys zu erzählen, ohne das politische Handeln zu ändern, also neue Lösungsansätze zu entwickeln, würde die Situation nicht verbessern. Die Menschen würden schnell merken, dass Storys und Handeln nicht übereinstimmen und auch diesen Storys nicht mehr glauben. Da die AfD-Storys ein Frontalangriff auf das System sind, werden die etablierten Parteien mit einem politischen Handeln eines „Weiter so“ im Grundsätzlichen und lediglich der Bekämpfung von Symptomen noch mehr Wählerinnen und Wähler an die AfD verlieren.

Um eine erfolgreiche Strategie in der Auseinandersetzung mit der AfD zu entwerfen, müssen die anderen Parteien deshalb in erster Linie ihren Blick auf sich selbst richten und neue Handlungsoptionen und Lösungsansätze für die gesellschaftlichen Probleme entwickeln. Das machen sie jedoch zu wenig. Stattdessen fixieren sich ihre Strategien auf die AfD. Eine davon versucht, die Glaubwürdigkeit der AfD-Storys zu zerstören, indem die AfD „demaskiert“ wird. Eine andere will die AfD inhaltlich widerlegen (zu den Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD im vierten Teil des Artikels ausführlicher). Diese Strategien erscheinen naheliegend und nachvollziehbar – sie funktionieren jedoch nicht ausreichend, um die Menschen davon zu überzeugen, die AfD nicht mehr zu wählen. Der Grund dafür ist, dass sie rational argumentieren, viel Anhänger der AfD Argumenten gegenüber aber nur begrenzt offen sind. Es sind ja auch keine rationalen Argumente, die sie dazu gebracht haben, der AfD zu glauben und ihr zu folgen. Sondern eben ihre Ängste (siehe oben und Teil 3).

In den Begrifflichkeiten des dramaturgischen Modells der vier Welten einer Figur ausgedrückt, scheitert die Demaskierungsstrategie ebenso wie die Widerlegungsstrategie deshalb, weil sie auf die rationale Welt des Denkens der AfD-Anhänger abzielt, diese jedoch aus ihrer emotionalen Welt der Beziehungen und ihrer inneren Welt der Identität heraus agieren und motiviert werden. Um die Glaubwürdigkeit der AfD-Storys für ihre Anhänger zu erschüttern, müsste die Auseinandersetzung ebenfalls in diesen beiden Welten stattfinden. Einige Politiker behaupten zwar, die Ängste der AfD-Anhänger ernst zu nehmen oder fordern wenigstens dazu auf. Solange sie aber ihr Agieren in der äußeren Welt der Handlungen nicht entsprechend verändern – ohne dabei die Positionen der AfD zu übernehmen, das wäre die Adaptionsstrategie eines Horst Seehofer -, bleiben diese Aussagen lediglich Worthülsen, denen die AfD-Anhänger nicht glauben.

Die AfD als Chance begreifen

Wenn die anderen Parteien und die Medien sich also eindimensional auf die AfD einschießen und ihre Strategien in der Auseinandersetzung mit der AfD lediglich darauf abzielen, die AfD zum Verschwinden zu bringen, bleiben sie auf einem Auge blind. Denn die AfD erfüllt eine wichtige politische und gesellschaftliche Funktion: Sie verweist auf Probleme, die nicht befriedigend gelöst sind, auf die Unzufriedenheit vieler Menschen mit der aktuellen Situation und auf deren Vertrauensverlust gegenüber den etablierten Parteien. Salopp formuliert: Sie zeigt, wo viele Menschen der Schuh drückt. Damit gibt sie den anderen Parteien die Möglichkeit, Rückschlüsse auf ihr eigenes politisches Handeln zu ziehen, auf ihre Fokussierung auf bestimmte Konflikte einerseits und ihre Ausblendung anderer Konflikte andererseits, auf ihre Lösungsansätze für diese Konflikte und auf deren Tauglichkeit oder Untauglichkeit.

Aus der Perspektive des dramaturgischen Modells der Heldenreise betrachtet, übernimmt die AfD hier die Funktion des Schattens. Der Archetypus „Schatten“ steht einerseits für die Ängste, Zweifel und inneren Konflikte der Hauptfigur. Andererseits spiegelt er ihr ihre blinden Flecken, ihre Schattenseite wider, also jene Aspekte, die die Hauptfigur an sich selbst nicht sehen will. Auch im echten Leben begegnen uns immer wieder Menschen, die die archetypische Schattenfunktion übernehmen. Man erkennt sie daran, dass man sich fürchterlich über sie aufregt und sie am liebsten an die Wand klatschen würde. Auch jedem Streit mit einem geliebten Menschen liegt ein Schattenaspekt zugrunde. Ist einem das bewusst, kann man mit einem Schatten konstruktiv umgehen, etwas über sich lernen und sich weiterentwickeln. Ist es einem nicht bewusst, ist die Reaktion auf einen Schatten heftige Ablehnung. Schließlich will man nicht sehen, was er einem zeigt. Daraus erklärt sich die harsche und ungestüme Reaktion vieler Politiker und Journalisten auf die AfD. Das ist jedoch ein Fehler. Stattdessen sollten sie die AfD als Chance begreifen, ihr Handeln zu überdenken und zu optimieren.

Denn die AfD spiegelt ihre Schwächen im politischen Handeln wider. So verweist sie beispielsweise auf den Vertrauensverlust vieler Menschen in die Eliten der Politik (befeuert u.a. durch die undemokratischen Geheimverhandlungen über TTIP), der Medien (verstärkt durch ihr Verhalten nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht) und der Wirtschaft (begründet vor allem dadurch, dass sich viele Wirtschaftslenker der Verantwortung für ihren Misserfolg entziehen und sich stattdessen obszöne Boni ausbezahlen). Sie spiegelt die nach wie vor mangelhafte Integrations- und Einwanderungspolitik wider, die Mängel in der Gestaltung der Europäischen Union, insbesondere ihr strukturelles und institutionelles Demokratiedefizit und ihre wuchernde Komplexität, die explosiven Ungerechtigkeiten, die durch eine manische Globalisierung und die Hemmungslosigkeit deregulierter Finanzmärkte erzeugt werden, und die Tabuisierung des Themas Islamkritik. Gemessen an der Heftigkeit der Reaktion der anderen Parteien auf die Aussage „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, dem mantrahaften Widerholen von Aussagen wie „Der Islam ist eine friedliche Religion“ und „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ und der bisherigen Islamkonferenz als bloße Diskursimitation scheint dieses Thema der blindeste Fleck der etablierten Parteien und Medien zu sein. Die Energie, die man an einer Stelle unterdrückt, entzündet sich jedoch immer an einer anderen Stelle, hier: in der AfD und Pegida.

Im Hinblick auf eine bessere, vor allem gerechtere Gestaltung unserer Gesellschaft und der Realisierung der zentralen Werte Gemeinschaft, Gerechtigkeit etc., sollten wir in gewisser Weise sogar dankbar sein, dass es die AfD gibt. Sie macht uns auf viele Probleme aufmerksam und zeigt Lösungen, die wir ausschließen können, da sie destruktiv sind, womit wir auf der Suche nach einer konstruktiven Lösung einen Schritt weiter kommen.

Um die AfD als Chance zu begreifen, muss man verstehen, wer sie ist, warum es sie gibt und was sie will. Dieses Verständnis kann man gewinnen, wenn man sich ihre Core Story und die Umstände, die zu ihrer Gründung geführt haben, anschaut.

Die Core Story der AfD

Core Story ist ein Begriff aus dem Storytelling im Content Marketing. Eine Core Story beantwortet nicht die Fragen nach dem Was und dem Wie – was macht die AfD und wie macht sie es? -, sondern gibt eine Antwort auf die Frage nach dem Warum sie macht, was sie macht, nach ihrem Daseinszweck. Die AfD ist heute nicht mehr die Partei, die sie bei ihrer Gründung war. Entsprechend hat sich auch ihre Core Story verändert. Die Entwicklung der AfD – auch eine mögliche zukünftige Entwicklung – lässt sich besser verstehen, wenn man sich ihre ursprüngliche Core Story anschaut und sie mit der aktuellen vergleicht. Dazu muss man zu den Anfängen der Partei gehen:

Die AfD ist aus dem Verein „Wahlalternative 2013“ hervorgegangen, der 2012 von enttäuschten CDU-Mitgliedern gegründet wurde, unter ihnen ein ehemals prominenter und ein immer noch prominenter Führungskopf: Bernd Lucke, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, und Alexander Gauland, früherer Staatssekretär und ehemaliger Herausgeber und Geschäftsführer der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ in Potsdam.

Insgesamt unterschrieben mehr als 300 Wissenschaftler, vor allem Volkswirtschaftslehrer, aber auch Theologen, Staatsrechtler, Journalisten, Unternehmer und Manager den Gründungsaufruf. Was sie miteinander verband, war die Überzeugung, dass die Euro-Krisen-Politik der Regierung falsch ist und keine der anderen Parteien eine wirkliche Alternative anbietet, obwohl die Regierungspolitik keinesfalls „alternativlos“ ist.

In ihrem Gründungsaufruf diagnostizierte die Walhalternative die schwerste Krise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, sowohl ökonomisch als auch politisch. Ökonomisch, weil die Krisen-Politik der Regierung Milliarden Euro verbrennt und die nachfolgenden Generationen dafür mit Steuern, Stagnation und Inflation werden aufkommen müssen. Politisch, weil durch diese Politik die Demokratie erodiert, indem die Regierung den Willen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger nicht berücksichtigt, Verfassungsorgane wie den Bundestag und das Bundesverfassungsgericht unter Druck setzt und wichtige Entscheidungen in Gremien verlagert, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen.

Deshalb forderte sie, dass Deutschland nicht mehr für die Schulden anderer Staaten aufkommt, das einheitliche Euro-Währungsgebiet aufgegeben wird und die Abtretung wesentlicher Hoheitsrechte der Bundesrepublik Deutschland der vorherigen Volksabstimmung bedürfen. Sie bekannte sich dabei „uneingeschränkt zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und zur friedlichen Einigung Europas“.

Die Gründung der Wahlalternative 2013 war also schwerpunktmäßig wirtschaftspolitisch orientiert und reagierte auf die Euro-Krise und die Krisenpolitik der Bundesregierung. Sie war aber auch eine Reaktion auf die voranschreitende europäische Integration und den damit einhergehenden Souveränitätsverlust der Nationalstaaten, also insbesondere auf den Maastricht-Vertrag von 1992 und den Lissabon-Vertrag von 2007.

Mit ihrer Forderung nach einer kontrollierten Auflösung der Währungsunion und einem Ende der Vertiefung des europäischen Integrationsprozesses war sie allerdings von Anfang an anschlussfähig für rechtspopulistische Positionen sowie reaktionäre und nationalistische Strömungen. Vor allem einem der führenden Köpfe der Wahlalternative 2013 – Bernd Lucke – sind diese bereits zum Verhängnis geworden. Inwiefern sie auch das Ende der politischen Karriere aktuell führender Köpfe bewirken, wird sich zeigen. Momentan weist einiges darauf hin, insbesondere der Druck, der auf Frauke Petry ausgeübt wird.

Ursprünglich wollte sich die Wahlalternative 2013 zur Bundestagswahl im selben Jahr den Freien Wählern anschließen. Auf ihrer Homepage (nicht mehr abrufbar) schrieb sie dazu: „Wesentlich ist dabei eine weitreichende Übereinstimmung in der Beurteilung der Euro-Rettungspolitik, gemeinsame Grundwerte als Basis politischer Entscheidungen und ein klares Bekenntnis zu den demokratisch-pluralistischen Grundlagen unserer Gesellschaft.“

Aufgrund von Konflikten nach der Landtagswahl in Niedersachsen um den organisatorischen und inhaltlichen Führungsanspruch wurde die Partnerschaft mit den Freien Wählern jedoch beendet und stattdessen im Februar 2013 die AfD gegründet, die programmatisch zunächst die Ziele der Wahlalternative 2013 fortführen wollte.

Die Core Story der AfD – ihr Daseinszweck – ist also in erster Linie nichts Geringeres als die ökonomische, politische und gesellschaftliche Rettung des (National)Staates vor einer zerstörerischen Politik der Europäischen Union und der deutschen Regierung. Dramaturgisch gesehen baut sie auf den emotionalen Themen Wohlstand und Kontrolle auf bzw. auf der Angst vor Wohlstandsverlust (durch die Übernahme der Schulden anderer Länder) und Kontrollverlust (durch die Abgabe von Souveränität an europäische Institutionen bzw. den Abbau des Subsidiaritätsprinzips). Hauptsächlich war sie jedoch noch wenig angst-, sondern mehr verantwortungsbasiert: „Wir tragen die Verantwortung für die folgenden Generationen, die Regierung wird ihnen jedoch Schuldenberge hinterlassen, weil sie unverantwortlich mit unseren Steuergeldern umgeht, um Schulden zu begleichen, die wir nicht gemacht haben.“

Man kann diese Core Story als verantwortungsethische Korrekturmaßnahme eines gesinnungsethischen Gründungsakts der Europäischen Union verstehen. Denn natürlich wussten Kohl, Mitterand und später Schröder und die rot-grüne Regierung, dass Griechenland nicht die Konvergenzkriterien erfüllt, um von Anfang an Mitglied der Euro-Zone zu werden. Die europäische Idee hat sich unter ihnen in eine Ideologie verwandelt: Je mehr Länder, umso besser, je tiefer die Integration, umso besser. Ein Zurück ist nicht vorgesehen.

Analysiert man die Core Story mit der Drei-Akt-Struktur als grundlegendem Muster der Entwicklung eines Konflikts, dann stellt sie sich folgendermaßen dar: Im ersten Akt – der Entstehung des Konfliktes – werden bei der Gründung der Europäischen Union im Maastricht-Vertrag schwere Fehler gemacht, indem Länder aufgenommen werden, die die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Währungsunion und eine vertiefte Integration nicht erfüllen. Dadurch wird das Spannungsverhältnis zwischen armen und reichen Ländern zu groß. Im zweiten Akt – der Austragung des Konflikts – geraten die armen Länder in der Euro-Krise in Schwierigkeiten und die reichen Länder müssen für sie aufkommen. Sie belasten damit ihre nachfolgenden Generationen, ohne dass den armen Ländern dadurch langfristig geholfen wäre. Es tritt also eine lose-lose-Situation ein. Diese kann nur aufgelöst werden – dritter Akt -, wenn Deutschland nicht mehr für die Schulden der anderen Länder aufkommt und das gemeinsame Währungsgebiet aufgelöst wird.

Diese Story ist die Konter-Story der Regierungsstory. Sie besagt, dass die Rettung der armen Länder alternativlos ist. Deshalb müssen sie so lange finanziell unterstützt werden, bis alles wieder gut ist: Keiner wird zurückgelassen. Dieses Handeln setzt das gesinnungsethische Handeln des Gründungsakts der Europäischen Union fort und ist deshalb ebenfalls ideologisch und damit blind.

Seit der Gründung der AfD sind gerade einmal etwas mehr als drei Jahre vergangen. In diesen drei Jahren hat sich die AfD grundlegend gewandelt – von einem Verein, der sich um die Demokratie in Deutschland sorgt und sich zu den „demokratisch-pluralistischen Grundlagen unserer Gesellschaft“ bekennt, über eine Anfangszeit der Partei mit Grundsatzbeschlüssen, in denen sie sich von jeder Form der Ausländerfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit abgrenzt, zu einer antidemokratischen und islamablehnenden Partei, die sie gegenwärtig ist.

Dieser Wandlung entsprechend hat sich auch die Core Story verändert. Die eben formulierte ist Version I der Core Story, die Lucke-Version. Sie existiert nicht mehr und war daher gewissermaßen nur eine Beta-Version. Eine neue – die Petry-Version – hat sie abgelöst. In ihr geht es nicht mehr darum, den (National)Staat zu retten, sondern die (Kultur)Nation. Der ökonomische Aspekt der Rettung wie in Version I spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, die politische und gesellschaftliche Rettung ist in den Vordergrund getreten. In ihrem Zentrum stehen nun die emotionalen Themen Sicherheit, Unversehrtheit, Identität und Gemeinschaft bzw. die Angst vor Unsicherheit und vor dem Verlust der Unversehrtheit (durch kriminelle Ausländer), die Angst vor Identitätsverlust (durch Überfremdung und Islamisierung) und die gemeinschaftskonstituierende zentrale Frage: Wer gehört zu uns und wer gehört nicht zu uns? Die Petry-Version speist sich nicht mehr aus einem Verantwortungsgefühl, sondern baut auf Angst auf. Sie ersetzt die Verantwortungsethik der ersten Version durch eine Gesinnungsethik, die immer Ängste schüren muss, um die Gesinnung durchzusetzen.

Momentan ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch nur Beta-Status haben wird. Denn es gibt Anzeichen dafür, dass Frauke Petry aus der Partei gedrängt wird und ihre Core Story dann von einer Höcke/Gauland/Poggenburg-Version ersetzt werden wird. Den politischen Positionen dieser drei Führungsköpfe nach zu urteilen, wird es in ihr dann nicht mehr darum gehen, die (Kultur)Nation zu retten, sondern das deutsche Volk vor dem „Volkstod“ zu bewahren. Der ökonomische Rettungs-Aspekt wird noch weiter in den Hintergrund treten, der politische wird zweckgebunden sein an die Rettung der Gesellschaft verstanden als monolithischer Volkskörper, der einer metaphysischen Fiktion entspringt. In ihr gruppiert sich das politische Handeln ausschließlich um das zentrale emotionale Thema Identität und um die Angst vor Identitätsverlust. Diese Core Story ist totalitär. Sie verzichtet auf Differenzierungen, arbeitet mit zugespitzten Feindbildern, bietet radikale Lösungen an, die durch ihre Unterkomplexität destruktiv sind, und setzt ausschließlich auf das Schüren von Ängsten.

In dieser Entwicklung der Core Story zeigt sich die Radikalisierungsdynamik der AfD als zunehmende Verengung der Kriterien für die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Die Lucke-Version hat diese Frage politisch beantwortet: Die Bürgerinnen und Bürger des Staates bilden die Gemeinschaft. Die Petry-Version beantwortet sie kulturell: Menschen einer bestimmten kulturellen Herkunft mit gemeinsamen Merkmalen wie Sprache, Tradition, Sitten und Bräuchen gehören zur Gemeinschaft. Die Höcke/Gauland/Poggenburg-Version verengt die Antwort weiter auf ethnische bzw. metaphysische Merkmale: Nur die Menschen, die von einem bestimmten Volk abstammen, sind Mitglieder der Gemeinschaft.

Die AfD zieht die Grenzen um die Gemeinschaft also immer enger und schließt damit immer mehr Menschen aus. Ob die Radikalisierungsdynamik durch das Kriterium der Volksabstammung zu ihrem Ende kommt, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass sie sich fortsetzt und irgendwann auch Menschen aus der Gemeinschaft ausgrenzt, obwohl sie dem Volk angehören, Homosexuelle, Behinderte, Kinderlose etc. Denn die Angst vor Identitätsverlust löst sich nicht einfach auf, indem man die Grenzen der Gemeinschaft enger zieht. Egal, wie eng die Grenzen bereits sind, die Angst vor Identitätsverlust muss sie immer enger ziehen.

Die Projekte EU und Globalisierung weiten die Grenzen hingegen immer weiter aus. In ihrer Wirkung auf die Welt, die Staaten, Gesellschaften und Menschen, kommen sie einer Revolution gleich. Die AfD ist dann gewissermaßen die „Konterrevolution“, die „Reaktion“.

Eine solche Wandlung, wie die AfD sie gemacht hat und wahrscheinlich weiter machen wird, wird in der fiktionalen Dramaturgie als Charakterentwicklung der Hauptfigur bezeichnet. Im nächsten Teil dieses Artikels werde ich diese Charakterentwicklung näher betrachten. Der Fokus liegt dabei auf dem eingangs genannten inhaltlichen Thema Radikalisierung, dem emotionalen Thema Gemeinschaft und auf der zentralen Frage, ob eine radikale Partei dauerhaft eine wachsende und stabile Gemeinschaft konstituieren kann oder ob sie sich permanent weiter radikalisieren muss, um ihre Gemeinschaft zu erhalten und zu vergrößern?

3 Comments

  1. Ein wirklich radikaler Ansatz um einmal Gesellschaft und ihre Funktion anders zu betrachten und zu verstehen, in einer leider heute immer sehr schnell emotional aufgeheitzten Debattenkultur. Und um deinen Ansatz im letzten Absatz aufzugreifen. Ich denke, ja sie wird sich solange radikalisieren bis sie sich im Kontext zur Charakterentwicklung, selber hinterschaut und somit erkannt hat. Vielleicht bleibt ja am Ende ihres Weges nur ein Einziger übrig. Ein bisschen wie Anakin Skywalker (um im Filmkontext zu bleiben)…den umgekehrten Weg gehend.

    23. Juni 2016
  2. „Die AfD zieht die Grenzen um die Gemeinschaft also immer enger und schließt damit immer mehr Menschen aus.“
    Aus sozialpsychologischer Sicht ist das der Kern des Problems, bzw. der Fehler im Storytelling der etablierten Parteien: Solange man selbst mit „Wir“ (Deutsche, Briten, Christen, Bayern…) gegen „Die“ (Griechen, Osteuropäer, Moslems, Ostdeutsche…) operiert, legitimiert man die Ausgrenzung und ebnet noch radikalerer Ausgrenzung den Weg.
    Game of Thrones eignet sich da gut als Metapher (http://charakterneurosen.blogspot.de/2016/06/game-of-thrones-watchers-wildlings.html?m=1): Sieben Häuser (Nationalstaaten) streiten sich darum, wer auf dem eigenen Kontinent (Westeros/Europa) das Sagen hat, versuchen Sicherheit und Wohlstand durch Mauern und Ausgrenzung (der Wildlinge/Flüchtlinge) zu schützen und verdrängen dabei die reale Gefahr (White Walkers/Zerfall des europäischen Projekts, Rückfall in die Zeit davor und damit letztlich die Gefährdung des Friedens in Europa).

    28. Juni 2016

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