Das Nutzen von Zwangs-Schreibpausen

Mit Schreibpausen muss man immer rechnen, vor allem wenn man noch nicht genügend Erfahrung hat. Der Plan, also Expose und Treatment, stand, schien geradezu perfekt zu sein. Aber das ist bisher mehr Dramaturgen- als eigentliche Autorenarbeit gewesen. Dramaturgen können es sich leisten, auf einer gewissen Abstraktionsebene zu denken und zu arbeiten. Das reicht. Autoren müssen … Weiterlesen

Eine Szene schnell oder langsam schreiben

Das hört sich merkwürdig an. Gemeint ist eine schnelle Szene schnell und eine langsame langsam zu schreiben. Ist das Unsinn? – Überhaupt nicht: mit dieser Empfehlung beeinflusst man sich beim Schreiben in die Richtung des Subtextes. Subtext ist, was da eben nicht auf dem Papier steht, aber unterschwellig da sein muss. Insofern, machen wir uns … Weiterlesen

Film – eine Folge von Bildern

Es ist so weit. Alle Vorarbeiten sind erledigt. Gedanken und Bilder haben einen bis in die Träume verfolgt. Jetzt gilt es. Nun muss das Drehbuch geschrieben werden. Schreiben ist das höchste Glück und manchmal eine große Qual. Oft im Wechsel. Schreiben ist das höchste Glück und manchmal eine große Qual. Oft im Wechsel. Glück ist … Weiterlesen

Kinder – heldentauglich?

Wir haben schon über männliche und weibliche Helden nachgedacht. Was ist eigentlich mit Kindern? Es gibt ja einige sehr gute Filme, in denen Kinder die Hauptfiguren sind. Natürlich wird man da nicht den Anspruch haben, dass sie Helden sind. Oder vielleicht doch? Wie verhält es sich mit Kevin Allein zu Haus oder Little Miss Sunshine? … Weiterlesen

Held und Happy End – muss das sein?

Brauchen wir in jedem Film einen Helden und muss es immer glücklich enden? So einfach wie die Fragen sind die Antworten nicht. Ein Film kann durchaus anschauenswert und sogar spannend sein, wenn die Hauptfigur ein absoluter Durchschnittsmensch ist. Das erhöht sogar die Identifikationsmöglichkeit für das Gros der Zuschauer. Wir mögen nämlich Leute, die so sind … Weiterlesen

Die Nebenfiguren – nicht so wichtig?

Um die Bedeutung von Nebenfiguren klar zu machen, ist es gut, sie mit jenem Begriff zu versehen, den wir alle von den Oscar-Verleihungen her kennen: „supporting actors“. Für unseren Zweck nennen wir unsere Nebenfiguren kurz mal „supporting characters“. Also Figuren, die den Hauptfiguren helfen, sie unterstützen, aktiv oder passiv sein zu können und sie dazu … Weiterlesen

Mit seinen Figuren in Kontakt kommen

Man meint immer, seine Figuren gut zu kennen. Das mag der Fall sein, die Frage ist nur, ob man diese Kenntnis schon aus der zum Teil noch im Unbewussten liegenden Anmutung ins Bewusstsein hat holen können. Das Hauptkriterium für Bewusstheit ist sprachliche Ausformulierung. Jürgen Wolff ließ im Workshop DIE KUNST VON DER REGEL ABZUWEICHEN folgende … Weiterlesen

Das Bildertreatment als eine Schreibtechnik

Jetzt noch eine weitere Vorstufe zur Drehbuch-Fassung? Muss das sein? – Muss nicht, ist aber zu empfehlen. Wenn man Anfänger ist, zwingen einen die Redaktionen sehr oft dazu. Vor allem bei Krimis wird normalerweise ein Bildertreatment gefordert. Ein Bildertreatment ist der ganze Film ohne Dialoge. Eine Beschreibung dessen, was man sieht. Geordnet nach der nummerierten … Weiterlesen

Dein Film als Kurzgeschichte auf 10 Seiten

Wir sind in der Phase, wo die Geschichte, die wir erzählen wollen, immer mehr Gestalt annehmen muss, damit wir es riskieren können, an das Drehbuch zu gehen. Welche Art Geschichten-Erzähler sind Filmschaffende eigentlich? Sie sind zu einem großen Teil Dramatiker, denn der Spielfilm ist in gewisser Weise ein nachfolgender Bruder des Theaterstücks. Aber Film ist … Weiterlesen

Die Prämisse – Kompassnadel in allen Phasen des Schreibprozesses

Schon bevor man seine Idee als Exposé formuliert, sollte einem klar sein, ob man überhaupt und was man für eine Prämisse hat. Ein etwas merkwürdiger Wortgebrauch ist dieser aus der Logik abgeleitete Begriff. Wenn einen das stört kann man sich ja mit dem englischen Begriff PREMISE helfen. Schließlich hat die angelsächsische Welt diesen Terminus in … Weiterlesen

Die Fragen, auf die mein Film eine Antwort ist

Noch sind wir in der Vorbereitungsphase unseres Drehbuches. Wir haben uns schon viele Gedanken und Notizen gemacht und müssen jetzt mal etwas zu Papier bringen. Erst ein Exposé, mehr oder weniger ausführlich. Bevor wir das tun, sollten wir ein Kontrollmittel einschalten. Das kann zum Beispiel sein, sich die Fragen zu stellen, auf die mein Film … Weiterlesen

Automatisches Schreiben oder Morgenseiten – um dahinter zu kommen, was einen zurzeit bewegt.

Wir meinen immer genau zu wissen, was in unserem Inneren vorgeht. Dem ist aber nicht so. Die Seele ist ein riesengroßes Gefäß, das von einem komplizierten Mechanismus gesteuert wird. Einer dieser Mechanismen ist die Verdrängung. Das ist eine Schutzfunktion, die Belastendes unterdrückt. Verdrängung ist die Schwester von Vergessen. Aber eigentlich gibt es Vergessen gar nicht … Weiterlesen