Wednesday Writing Tips: George Orwell

Die Wednesday Writing Tips sind eine Reihe von wöchentlich erscheinenden Schreib-Tipps erfolgreicher AutorInnen und Stoffentwicklungsmethoden. Aus der Reihe WRITER´S TOOLBOX: TIPS FROM THE MASTERS der Gotham Writers George Orwell: 6 Questions/6 Rules Questions: 1. What am I trying to say? 2. What words will express it? 3. What image or idiom will make it clearer? … Weiterlesen

Aller Anfang ist schwer – Die Tücken der Stoffentwicklung und 4 Strategien, nicht auf halber Strecke aufzugeben

Woher kommen Ideen? Wie formen sich Gedankenschnipsel zu einer Geschichte? Ist die ganze Geschichte auf einmal da? Wer behaupten kann, in einem Zuge einen kompletten Film oder die gesamte Story einer Serie erfinden zu können, hat entweder verdammtes Glück – oder er lügt. Ideen kommen über Nacht, aber bis sie sich zu einer Geschichte formen, … Weiterlesen

Was der Leinwand fehlt – Ideensuche von Außen katalysieren

Es gibt viele Wege, Inspiration für ein Drehbuch zu finden. Manchmal trifft eine Idee einen wie der Blitz: Auf einmal ist alles klar, zeichnet sich eine Story, ein Konflikt, eine Figur in allen Einzelheiten vor dem inneren Auge ab, und der Rest des Puzzles fügt sich wie von selbst zusammen. Zugegeben: Das ist eher selten. … Weiterlesen

Automatisches Schreiben oder Morgenseiten – um dahinter zu kommen, was einen zurzeit bewegt.

Wir meinen immer genau zu wissen, was in unserem Inneren vorgeht. Dem ist aber nicht so. Die Seele ist ein riesengroßes Gefäß, das von einem komplizierten Mechanismus gesteuert wird. Einer dieser Mechanismen ist die Verdrängung. Das ist eine Schutzfunktion, die Belastendes unterdrückt. Verdrängung ist die Schwester von Vergessen. Aber eigentlich gibt es Vergessen gar nicht … Weiterlesen

Schlecht sein dürfen

Ob man gute oder schlechte Geschichten schreibt, erfolgreich oder erfolglos ist, Spaß am Entwickeln und Schreiben hat oder immer wieder frustriert davon ist, hängt weniger vom dramaturgischen Wissen und noch weniger vom Talent ab als vielmehr von der geistigen Einstellung, der Haltung dem Schreiben, aber vor allem sich selbst gegenüber.

Bei vielen Autorinnen und Autoren herrscht ein enormer Perfektionismus einhergehend mit einem gerne lauten inneren Kritiker. Perfekt sein zu wollen in einem Gebiet, in dem es keine Perfektion gibt, in dem keine objektiven Maßstäbe Qualität messen können, sondern das Geschmäcklerische viel zu oft dominiert (und leider viel zu oft mit dramaturgischen Argumenten und objektiven Kriterien verwechselt wird), ist gelinde gesagt ungünstig. Es gibt keine perfekte Geschichte, keinen perfekten Roman und keinen perfekten Film. Was also tun mit dem hauseigenen Perfektionismus?

Den inneren Kritiker bekämpfen macht keinen Sinn. Zumal er eine wichtige Funktion hat. Wir brauchen ihn. Nur eben zur richtigen Zeit. Und die ist nicht, wenn man gerade schöpferisch ist, Ideen generiert, den Flow entfacht. Hier bremst er nur aus. Später wird er wichtig, wenn es gilt, die Ideen zu bewerten und die beste zu finden. Man muss also wissen, in welcher Phase des kreativen Prozesses man sich gerade befindet, und den inneren Kritiker bitten, in der schöpferischen Phase die Klappe zu halten.

Eine andere sehr gute Möglichkeit, nicht nur einen produktiven Umgang mit dem inneren Kritiker zu finden, ist das Führen eines Arbeitsjournals. Das Arbeitsjournal ist eine Art Tagebuch, in dem man sein Arbeiten dokumentiert. Hier kann man dem inneren Kritiker freien Lauf lassen, hier darf er sich auskotzen, und nachdem er es getan hat, ist in der Regel auch erst einmal Ruhe für eine Weile. Sich frei schreiben, Belastendes, Ärgerliches, den ganzen Alltags- und sonstigen Mist wegschreiben, darum geht es im Arbeitsjournal.

Was aber geradezu unerlässlich ist, um einen guten Umgang mit dem inneren Kritiker und vor allem mit sich selbst zu finden, ist eine Erlaubnis, die man sich geben sollte, nämlich die Erlaubnis, schlecht sein zu dürfen. Es macht keinen Sinn, permanent gut sein zu wollen. Wer immer gut sein will, dem ist nie etwas gut genug. Man muss sich deshalb die Erlaubnis geben, schlecht sein zu dürfen. Dann kann sich fast die gesamte Schreibwelt auf den Kopf stellen. Man ist entspannter und hat mehr Spaß am Schreiben. Ohne sich groß Gedanken zu machen, einfach drauf los schreiben. Schreiben um des Schreibens Willen. Es ist egal, was dabei herauskommt. Denn man darf schlecht sein. Das Paradoxe ist: Meistens ist das, was dabei herauskommt, ziemlich gut, besser jedenfalls als das, was heraus gekommen wäre, wenn man krampfhaft versucht hätte, gut zu sein.

Schlecht sein gehört zum kreativen Geschäft. Das ist in jedem künstlerischen Beruf so. Autorinnen und Autoren sind keine Maschinen. Es läuft nicht immer gut. Manchmal läuft es super, manchmal beschissen. Und es geht darum, die beschissenen Tage zu genießen, locker zu bleiben, sich zu sagen, okay, heute ist ein Misttag, dann mache ich halt, was geht und überarbeite es morgen, nichts ist verloren.

Vor allem sind solche Tage kein Grund, an sich selbst zu zweifeln, am eigenen Talent, an der eigenen Kreativität. Das wäre der falscheste Fehlschluss überhaupt. Und es würde den inneren Kritiker bestätigen und ihm sogar auf lange Sicht zum Sieg verhelfen. Denn die Konsequenz wäre, irgendwann das Schreiben aufzugeben.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem inneren Kritiker? Ist er wild und ungestüm oder arbeitet er mit Ihnen zusammen? Schreiben Sie uns. Es interessiert uns. Und viele andere Leserinnen und Leser sicher auch.

Link: How to feel inspired again

The trick is to distract yourself from the current way of thinking/thoughts and feed your mind something it’s not dissected before. Our brains love to be busy, looking at things we haven’t seen before, listening to things to we haven’t heard before. I hate guitar today – 10 Ideen für einen schlechten Tag, die sich … Weiterlesen

Weiter scheitern – wie man richtige kreative Entscheidungen trifft

AutorInnen scheitern. Ständig. Das gehört zum Geschäft. Denn AutorInnen müssen Entscheidungen treffen. Ständig. Das gehört zum Alltag. Sie sind ihr täglich Brot. Mitunter ein hartes Brot. Denn das Schwierige ist: Es gibt verdammt viele Optionen, und jede Entscheidung für eine, ist eine Entscheidung gegen alle anderen. Das Gemeine dabei ist: Zu dem Zeitpunkt, zu dem … Weiterlesen