Für mehr Empathie und weniger Identifikation

Es ist spannend, Motivation dem Betrachter bis zum Schluss vorzuenthalten, wie das Tatmotiv im Krimi. Es ist spannend, sie so früh wie nur möglich zu vermitteln, wenn sie sich aus dem Einsatz speist und den Protagonisten zum Handeln zwingt. Sie zu kennen ist dann wichtig, für die Empathie und Identifikation des Betrachters – und dadurch … Weiterlesen

„Story“ I: Auf der Suche nach einer pragmatischen Formulierung für „Archetyp“

In loser Folge schreibe ich hier über meine Gedanken beim Lesen von: Story – Substance, Structure, Style, and the Principles of Screenwriting, Robert McKee, HarperCollins, 1997 Auf Seite 4 von Story, noch in der Einleitung, bleib ich schon hängen. McKee schreibt: “Story is about archetypes, not stereotypes.” Das klingt gut. Ist aber nicht so einfach, … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Über das Überheben

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute das Kapitel „Die Ausnahmen“ aus dem Artikel Einige Charaktertypen aus der psychoanalytischen Arbeit von Sigmund Freud. In 140 Zeichen (Was ist das?): #Freud: Gekränkter Narzissmus als Rechtfertigung für Überheblichkeit. Das Leben habe … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Über das Überzeugen

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute der Essay Engineering of Consent von Edward L. Bernays. In 140 Zeichen (Was ist das?): Edward L. Bernays: Medien üben Einfluss auf die Haltungen und Handlungen der Öffentlichkeit aus. Aus großer Kraft … Weiterlesen

Motiviert im Videospiel

Ein Protagonist hat ein Ziel und eine Motivation, und oft auch schon eine Idee, wie er das Ziel erreichen will, einen Plan. Deswegen bezeichnen wir ihn als Protagonisten, als „Erst-Handelnden“ (Wiktionary). Ziel, Motivation und Plan ergeben sich aus Charakterisierung und Hintergrundgeschichte des Protagonisten: Es hat einen bestimmten Grund, warum er sich genau dieses Ziel gesetzt … Weiterlesen

Ein Plädoyer für das Spiel im Film

In der Dramaturgie sprechen wir vom Einsatz, von dem, was der Protagonist aufs Spiel setzt, und manchmal pokert er zu hoch. Im Thriller sprechen wir von Schachzügen, im Krimi vom Katz-und-Maus-Spiel, im Actionfilm vom Ass im Ärmel. Schauspieler sind Schauspieler, der Spielfilm ist der Spielfilm. Aus Anlass der Internationalen Spieltage in Essen ein Plädoyer für … Weiterlesen

Das Ziel ist Persönlichkeitsstörung

Als Autor in die Haut seiner Figuren zu schlüpfen ist schwer genug. Doch ein Film wird nicht von einem Autor gemacht, sondern von einem Team. Und wenn ein Team versucht in die Haut einer Figur zu schlüpfen, ist die eine Figur plötzlich viele Figuren, hat einige Gemeinsamkeiten und viele Widersprüche. Das Team muss sich verständigen. … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Über die Bedeutung der Form

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute: Joseph Campbells The Importance of Rites. In 140 Zeichen (Was ist das?): Gesellschaft entwickelt Kultur in Formen und entwickelt sie fort. Innerhalb der Form ist der Mensch (künstlerisch) frei (sie zu entwickeln). … Weiterlesen