Drehbuch-Guru Robert McKee zu Gast beim 1. TV Series Festival in Berlin

Ein solches Feedback kann nur ein Außenstehender geben, jemand, der den nötigen Abstand mitbringt. Es klänge, als habe sich nicht viel verändert in den letzten 30 Jahren in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft, fasste Robert McKee, US-amerikanischer Drehbuch-Experte, das erste Panel im Rahmen des TV Series Festival in Berlin zusammen. Zuvor hatte er eine Stunde … Weiterlesen

Kill your Darlings – Qualität steht vor Liebgewonnenem

Jeder Drehbuchautor kennt diesen Moment, wenn die letzte Szene geschrieben ist und das kleine, aber wichtige Wörtchen ENDE die letzte Seite beschließt. Es ist ein Moment, den man lieben, aber auch fürchten kann – denn was nun folgt, ist die Überarbeitung des großen Wurfs, den wir Drehbuch nennen. Mit ihm startet ein zuweilen schmerzhafter Prozess, … Weiterlesen

Link: Passengers, Rearranged

It could be cool to give it a Twilight Zone ending, as Peter Sciretta at Slashfilm suggested and have Pratt die and Lawrence get so lonely that she begins to contemplate the same horrible choice. Brainstorming like this is obviously really fun and much easier than actually writing a movie and making one. Evan Puschak, … Weiterlesen

Erster Eindruck: Nebel im August

(Aktuelle) Kinofilme dramaturgisch zu untersuchen ist schwierig, weil wir sie dafür eigentlich mehrfach sehen müssten. Dafür fehlen die Ressourcen und manchmal die Geduld. Deshalb ein kurzer erster dramaturgischer Eindruck, der weder umfassende Vollständigkeit, noch analytische Detailtiefe verspricht – dafür spontane Ehrlichkeit und die Konzentration aufs Wesentliche. Heute: Nebel im August, Buch: Holger Karsten Schmidt, nach … Weiterlesen

form follows injunction

Wenn ich diese Plattform für eine kurze Beschwerde gebrauchen darf: Vor- und Abspann des Tatorts sind eine Zumutung. Und sehr anschauliches Beispiel dafür, wie sehr Format ein Werk einschränken, schwächen, beschädigen kann. Ausgerechnet Format, quasi Grundstein unserer journalistisch geführten Fernsehsender. Wenn Faber, seine Kollegen, die Eltern eines gerade erst getöteten Mädchens und der verantwortliche Täter … Weiterlesen

Die Detailkontrolle

Das Drehbuch hat Gestalt angenommen. Wir sind durchgekommen und haben das Traumwort aller Autoren hingeschrieben: ENDE. Dann beginnt ein wider Erwarten schwieriger Prozess. Bevor wir unser Drehbuch Anderen zu lesen geben oder gar irgendwo anbieten, müssen wir eine Funktion einnehmen, die gar nicht leicht ist. Wir müssen redigieren, Redakteur unserer selbst sein. Das beginnt mit … Weiterlesen

Charakterentwicklung: By design or by desaster

Drei Geister verändern Ebenezer Scrooge zu Weihnachten: Der erste reflektiert über Scrooges Fehler der Vergangenheit, und wie es zu ihnen kam, der zweite zeigt ihm den akuten Handlungsbedarf, besser: die Handlungsnot, der dritte die Konsequenzen, wenn denn nichts geschieht, wenn die Not ignoriert und nicht behandelt, wenn nicht gehandelt wird, wenn sich Scrooge nicht verändert. … Weiterlesen

Planting und Payoff: Lose Enden zusammenführen, ohne sich dabei zu verknoten

Wir nähern uns langsam dem Ende unserer Drehbucharbeit. Der Plot steht, die Figuren verfolgen ihre Ziele, Antagonisten stehen Protagonisten im Weg. Spätestens wenn wir den Midpoint unserer Handlung überwunden haben, ist es an der Zeit, alle offenen Fragen im Blick zu haben und in die Handlung einzuweben. Vielleicht haben wir im ersten Akt kunstvoll Rätsel … Weiterlesen

Plot vs. Story – Worüber Drehbuch-Gurus NICHT sprechen

Der Plot ist nur die Spitze des Eisbergs einer Geschichte
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Warum funktioniert Drehbuchtheorie, auch wenn sie auf dem Papier gut klingt, in der Praxis nur selten? Warum bedankt sich bei der Oscar©-Verleihung niemand bei Syd Field, Robert McKee oder Blake Snyder? Nein, es liegt nicht am Umschlag, der die falsche Laudatio enthält. Der Grund
ist vielmehr darin zu suchen, dass die meisten Drehbuch-Modelle sich zwar eifrig am Plot abarbeiten, wir als Autor*innen es aber mit einer Story zu tun haben. Und Himmel, was für ein Unterschied!

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Figuren mit Vergangenheit: Oscar©-Gewinner MANCHESTER BY THE SEA

In der Verfilmung von Ernest Hemingways THE KILLERS aus dem Jahr 1946 nach einem Drehbuch von Anthony Veiller und dem nicht namentlich genannten John Huston wird Burt Lancaster alias „The Swede“ kurz vor seiner Exekution gefragt, warum ihm jemand nach dem Leben trachte. Seine Antwort: „I made a mistake once.“

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Wie man mit Sprache Handlung imaginiert

Wir haben uns in den letzten Blogs mit Dialogen beschäftigt. Nun kehren wir noch mal zu den für Film beinahe gleichwertigen Regieanweisungen zurück. Sie machen nicht nur das Setting, also Orte, Zeit und Atmosphäre klar, sondern auch das Handeln der Menschen im Film. Bevor der Darsteller seinen Mund aufmachen und reden kann, muss er erst … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Über und gegen die Wirklichkeit

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Ich hab’s vermisst! Heute das Kapitel »Überlegungen zur filmischen Fiktion« aus Studienhandbuch Filmanalyse von Benjamin Beil, Jürgen Kühnel und Christian Neuhaus. In 50 Worten (Was ist das?): Fiktion ist mögliche Wirklichkeit. Sie kann … Weiterlesen