Erzählökonomie: Was Prosa-AutorInnen von Film-AutorInnen lernen können

Eine der Hauptschwierigkeiten beim Entwickeln und Erzählen einer Geschichte besteht darin, aus der riesigen Fülle von Ideen und den Möglichkeiten an Figuren, Konflikten, Handlungen, Themen, Ereignissen, Szenen und Dialogen die „richtigen“ auszuwählen und die „falschen“ wegzulassen. Die Kriterien, an denen sich Autorinnen und Autoren orientieren können, um diese Entscheidungen zu treffen, lassen sich mit dem … Weiterlesen

Mutet uns mehr zu! – erklärende und erzählende Dialoge in BLOCHIN

Oliver Jungen hat in der FAZ bereits auf einige dramaturgische Schwächen der ZDF-Serie BLOCHIN von Matthias Glasner verwiesen. Ich will in diesem Text einen Blick auf die Dialoge in der ersten Folge von BLOCHIN werfen. Die Qualität der Dialogarbeit hängt unter anderem von zwei Faktoren ab: Vertrauen Autorinnen und Autoren ihren Figuren und der Kraft … Weiterlesen

Jessica Jones: Genau wie ich, nur besser. Und ein bisschen schlechter.

Jessica Jones ist vielleicht nicht die anspruchsvollste Serie der letzten Jahre. Dafür wartet die aktuell viel beworbene Netflix-Produktion mit einer der coolsten und stylishsten Protagonistinnen auf. Umso mehr in der mit starken weiblichen Rollen dünn besiedelten Serienlandschaft. Umso noch mehr im mit Witzfiguren dicht besiedelten Marvel-Universum.  Aber wie kommt es, dass wir ausgerechnet die unzuverlässige, … Weiterlesen

Die Logik des Krieges in THE WALKING DEAD

Aus gegebenem Anlass möchte ich als neuer Autor auf diesem Blog mit einem Text über Gruppenpsychologie am Beispiel von THE WALKING DEAD beginnen. Parallelen zum aktuellen weltpolitischen Geschehen sind dabei nicht zufällig. Die Erfolgszombieserie THE WALKING DEAD ist aus psychologischer Sicht vor allem eine Serie über die soziale Interaktion von Gruppen. Hauptthema sind immer wieder … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Überwunden

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute über Backstory und Backstorywound aus Dramaturgie des Films: Wie Hollywood erzählt von Michaela Krützen. In 140 Zeichen (Was ist das?): Michaela Krützen: Die #Backstorywound ist kein Trauma, sondern ein erzählerisches Element mit … Weiterlesen

Warum sind einige Serien international erfolgreich – und andere nicht?

Woran liegt es, dass us-amerikanische Serien wie DIE SOPRANOS, BREAKING BAD, THE WIRE, HOUSE OF CARDS, GAME OF THRONES, MAD MEN und skandinavische Serien wie BORGEN, KOMMISSARIN LUND (beide aus Dänemark) und DIE BRÜCKE (eine dänisch-schwedische Koproduktion) international so erfolgreich sind? Endgültig kann natürlich niemand genau sagen, warum ein Film oder eine Serie erfolgreich ist … Weiterlesen

Wie man Identifikation erzeugt – und wie nicht: Breaking Bad und True Detective

Ein Merkmal international erfolgreicher Qualitätsserien sind die ambivalenten Figuren, von denen sie erzählen. Ambivalente Figuren sind immer riskant: Kann sich das Publikum mit ihnen identifizieren – mit Figuren, die moralisch verwerflich handeln, die böse sind? Ja, natürlich kann es das. Voraussetzung ist, dass die Figuren Identifikationspotenzial haben. Eine gute Möglichkeit, eine ambivalente Figur mit Identifikationspotenzial … Weiterlesen

Angst in Dramaturgie

Angst ist ein wichtiges Element sowohl der Figurenzeichnung als auch der Dramaturgie. Wir können Angst vor etwas haben, wegen etwas haben oder um etwas haben. Das weist grob auf bekannte Elemente der Dramaturgie hin: Auf die Angst vor dem Antagonisten, auf die Angst wegen dem, was noch verloren gehen kann (Einsatz), und die Angst um … Weiterlesen

Wie funktionieren Liebesgeschichten? – Die Liebe zwischen Oben und Unten

Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, die Teufel, die nennen es Höllenleid, die Menschen, die nennen es Liebe. Was Heinrich Heine so treffend in diesem Zitat formuliert dürfte der Grund sein, warum kein anderer lebensweltlicher Bereich in Romanen und Filmen häufiger zum Thema wird als die Liebe: Sie kann „Himmel auf Erden“ und „Hölle aus … Weiterlesen

Ob das was wird mit der international erfolgreichen deutschen Serie?

Die Frage, die in der Diskussion um den seit ein paar Jahren anschwellenden Serien-Hype regelmäßig gestellt wird, ist, wann es endlich (seit Derrick, möchte ich hinzufügen) die international erfolgreiche deutsche Serie gibt. Momentan werden einige Kandidaten heiß gehandelt, u.a.: BABYLON BERLIN, die fast revolutionäre Co-Produktion der (einstigen) Todfeinde ARD und SKY. Der acht- bis zwölfteiliger … Weiterlesen

Link: Deep Dark Fears

When I say „Hello“ to people, and they don’t respond, I worry that I’m dead, and I just don’t know yet. Das ist eines der vielen Deep Dark Fears-Comics von Fran Krause. Auf dem tumblr bietet er Lesern die Möglichkeit, ihre Kindheitsängste einzusenden, und er zeichnet sie dann. Dramaturgie hat viel mit Ängsten zu tun: … Weiterlesen

Theorie tl;dr: Über Erfahrungen und Erwartungen

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute aus Motivationspsychologie kompakt von Udo Rudolph, erstes Kapitel: „Was ist Motivation?“. In 140 Zeichen (Was ist das?): Udo Rudolph: Wir Menschen sind einander Wunder und Schrecken; #Erfahrungen und #Erwartungen, Ursachen und Gründe … Weiterlesen