Die Heldenreise – Teil 4: Die Archetypen

Archetypen sind nicht nur wesentliche dramaturgische Funktionen der Heldenreise, sondern wichtige Elemente in jeglichen menschlichen Erfahrungsprozessen. Der Psychologe Carl Gustav Jung fasste diese stets wiederkehrenden Figuren, Symbole und Beziehungen unter dem Begriff Archetyp zusammen und sah darin uralte Wesensmerkmale, die das gemeinsame Erbe der gesamten Menschheit bilden. Die wichtigste Funktion der Archetypen ist, bestimmte Persönlichkeitsanteile … Weiterlesen

Gefühlskalte und gefühllose Figuren

Saga Norén aus der Krimi-Serie „Die Brücke – Transit in den Tod“ und Helen Dorn aus der gleichnamigen ZDF-Krimireihe sind ähnliche Figuren: Beide haben Probleme, Gefühle zu empfinden und Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Warum funktioniert Saga Norén, Helen Dorn aber nicht? Saga ist gefühlskalt, Helen gefühllos: Saga leidet unter ihrer Unfähigkeit, sie hätte gerne … Weiterlesen

Die Heldenreise – Teil 3: Die Heilung

Die Heldenreise ist ein dramaturgisches Modell zur Gestaltung der Charakterentwicklung der Hauptfigur. Ihre zwölf Stadien beschreiben, wie die Hauptfigur ihre verletzten Funktionen – Körper, Geist, Seele, Herz – heilt und dadurch zum Helden wird. Die „Reise“ ist also primär nicht eine geografische, sondern eine emotionale, mentale oder seelische. Es ist eine Reise hin zu sich … Weiterlesen

Die Heldenreise – Teil 2: Die Zerstörung der ursprünglichen Ganzheit

Die zwölf Stationen der Heldenreise beschreiben die Charakterentwicklung der Hauptfigur. Sie ist eine Reise hin zu sich selbst, auf der die Hauptfigur den zerstörten ursprünglichen Seinszustand der Ganzheit wieder herstellt. Heldenreisen erzählen damit also Geschichten der Heilung eines verletzten Ichs. Sie lässt sich in fünf Phasen einteilen: die Welt des alten Ichs als Verlust der … Weiterlesen

We like to move it, move it!

Motivation ist eng mit Emotionen und Bedürfnissen verknüpft und dadurch notwendiger Bestandteil einer Erzählung. Motivation entsteht durch das Bedürfnis, Emotion entsteht durch die Befriedigung oder die Enttäuschung des Bedürfnisses. Motivation ist auch eines der wichtigsten Elemente der Dramaturgie, zusammen mit der Anstrengung (Stärke des Protagonisten gegen Stärke des Antagonismus, wobei damit nicht physische Stärke gemeint … Weiterlesen

Die Heldenreise – Teil 1

Was ist die Heldenreise? Die Heldenreise ist ein Erzählmuster. Sie findet sich bereits in der ältesten schriftlich überlieferten Geschichte der Menschheit wieder, dem über 4000 Jahre alten Gilgamesch-Epos: Gilgamesch ist der tyrannische Herrscher von Uruk. Als sein Gefährte Enkidu stirbt, bricht er auf, um Unsterblichkeit zu erlangen, findet stattdessen jedoch Weisheit und kehrt als gütiger … Weiterlesen

Grundlagen II: Was ist eine Geschichte und wie funktioniert sie?

Drei Antworten auf die Frage, was eine Geschichte ist und wie sie funktioniert: Die Antwort der figurenzentrierten Dramaturgie: Eine Geschichte ist ein dreidimensionales Abbild des Menschseins. Sie erzählt von Veränderungen in drei Welten: der äußeren Welt der Handlungen, der emotionalen Welt der Beziehungen und der inneren Welt der Identität. Und von den wechselseitigen Abhängigkeiten dieser … Weiterlesen

Für mehr Empathie und weniger Identifikation

Es ist spannend, Motivation dem Betrachter bis zum Schluss vorzuenthalten, wie das Tatmotiv im Krimi. Es ist spannend, sie so früh wie nur möglich zu vermitteln, wenn sie sich aus dem Einsatz speist und den Protagonisten zum Handeln zwingt. Sie zu kennen ist dann wichtig, für die Empathie und Identifikation des Betrachters – und dadurch … Weiterlesen

Die emotionale Reise der Hauptfigur

Die emotionale Reise ist ein wunderbares dramaturgisches Werkzeug, um den langen und schwer zu entwickelnden Mittelteil einer Geschichte – die Konfliktaustragung im 2. Akt – aufzubauen. Sie unterscheidet sich von der kontinuierlichen Konfliktsteigerung, in der die Hauptfigur im 2. Akt mit immer größer werdenden Hindernissen konfrontiert wird, indem sie den 2. Akt in zwei Teile … Weiterlesen

Grundlagen I: Was ist eine Geschichte und wie funktioniert sie? – Teil 2

Drei Antworten auf die Frage, was eine Geschichte ist und wie sie funktioniert: Eine Geschichte ist ein dreidimensionales Abbild des Menschseins. Sie erzählt von Veränderungen in drei Welten: der äußeren Welt der Handlungen, der emotionalen Welt der Beziehungen und der inneren Welt der Identität. Und von den wechselseitigen Abhängigkeiten der Welten voneinander. Damit unterstützen sie … Weiterlesen

„Story“ I: Auf der Suche nach einer pragmatischen Formulierung für „Archetyp“

In loser Folge schreibe ich hier über meine Gedanken beim Lesen von: Story – Substance, Structure, Style, and the Principles of Screenwriting, Robert McKee, HarperCollins, 1997 Auf Seite 4 von Story, noch in der Einleitung, bleib ich schon hängen. McKee schreibt: “Story is about archetypes, not stereotypes.” Das klingt gut. Ist aber nicht so einfach, … Weiterlesen

Grundlagen I: Was ist eine Geschichte und wie funktioniert sie? – Teil 1

Drei Antworten auf die Frage, was eine Geschichte ist und wie sie funktioniert: Eine Geschichte ist ein dreidimensionales Abbild des Menschseins. Sie erzählt von Veränderungen in drei Welten: der äußeren Welt der Handlungen, der emotionalen Welt der Beziehungen und der inneren Welt der Identität. Und von den wechselseitigen Abhängigkeiten der Welten voneinander. Damit unterstützen sie … Weiterlesen