Link: Die Anstalt vom 22. Mai 2018

In der jüngsten Folge der Anstalt geht es um Rundfunkbeitrag, Rundfunkbeirat, öffentlich-rechtliches und privates Fernsehprogramm, und die Bündelung von Printmedien in den Händen weniger Verlage. Neben Max Uthof und Claus von Wagner sind Hazel Brugger, Horst Evers und Chin Meyer mit dabei. Es läuft Hart aber leer, Wer ist Milliardär?, und Angela Merkel kauft Titanic und konkret.

Erster Eindruck: The Happy Prince

The Happy Prince ist ein letzter Akt. Sowohl metaphorisch für das Ende eines Lebens, als auch dramaturgisch als Ende der Erzählung: Alle wichtigen Entscheidungen sind schon gefallen, die Wendepunkte liegen in der Vergangenheit; es gibt keine Ziele mehr, die es zu erreichen gilt, und keine Bedürfnisse, die noch erfüllt werden könnten; es wartet weder Triumph noch Scheitern. Wilde verkauft Stücke, die er nie schreiben will: Er wartet auf den Tod.

Theorie tl;dr: Über das Einfühlen

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute aus das Kapitel »Figuren – Ambivalenz und Empathie« von Eva-Maria Fahmüller aus ihrem Buch Neue Dramaturgien.

Fliehen und hoffen: Von Taten und ihren Opfern

Liste von 24 NS Opfern

Nach Terrorakten und Amokläufen werden journalistische Medien von Seiten sozialwissenschaftlicher Forschung immer wieder kritisiert, die Berichterstattung über Täter und Tatmotive ermögliche die Identifikation mit ihnen, fördere möglicherweise Nachahmung. Das muss Erzählerinnen und Erzähler alarmieren, wir arbeiten mit der Identifikation des Lesers und Zuschauers viel mehr als es die Journalistin tut. Doch wir können nur Täter erzählen. Oder?

Link: Fuchs und Hase, fliehen und hoffen (Wendepunkt N°40)

In der aktuellen Ausgabe des Wendepunkts, der Zeitschrift des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie VeDRA, schreibt filmschreiben-Autorin Christine Pepersack über die Provinz als tragendes dramaturgisches Element zwischenmenschlicher Handlung, ich selbst über die Dramaturgie von Opfererzählungen, jenen Geschichten, in denen die Figuren nicht für sich verantwortlich gemacht werden dürfen.

Theorie tl;dr: Über Mythen und Edelkitsch

Too long; didn’t read: Texte aus Drehbuch-, Film- und Welttheorie, kurz, knapp, bündig zusammengefasst und auf ihren Wert fürs filmschreiben hin geprüft. Heute das Kapitel »Missbrauch und Trivialisierung des Mythos« von Michael Schneider aus seinem Buch Vor dem Dreh kommt das Buch. In 50 Worten (Was ist das?): Unsere Gesellschaft hat ihre Sinnstiftung durch Mythologien, … Weiterlesen

Link: Ein Trauerspiel in mehreren Akten

Ein Recht auf Wiederholung lässt sich für den Zuschauer aus seiner Zahlung der Rundfunk-Gebühren nicht ableiten. Man kann allenfalls von einer moralischen Pflicht der Sender sprechen. Diese bezieht sich aber nicht nur auf den Zuschauer. Auch denen, die die Filme gemacht haben, sollte eine gewisse Wertschätzung entgegengebracht werden und natürlich auch den Filmen selbst (und … Weiterlesen

filmschreiben.de wünscht ein frohes Fest!

Liebe filmschreiben.de, Sensibilität ist unsere Lösung: für unsere Figuren in der Verzweiflung, als Thema und Motiv im Melodram, für den Ermittler im Krimi und im Thriller, für Comedians im Umgang mit dem Gag, für Dokumentarfilmer im Umgang mit ihren Protagonisten, für Autoren mit Schreibblockade, für Autoren ohne Schreibblockade. Sensibilität öffnet uns Inspirierte für die Inspiration … Weiterlesen

Link: William Gibson: The 80s Revolution

They treated the past as something simple, something that they understood completely and could just project a line out from to create a future that was simply an extension of that certain past. Or, as Gibson put it: confident men. The knew exactly where they were coming from, exactly where they were and exactly where … Weiterlesen

Links (idw): Schön traurig

Künstlerische Kompositionen, die uns in Wechselspiele positiver und negativer Gefühle verwickeln, werden als abwechslungsreicher, spannender und interessanter wahrgenommen. Zudem haben gemischte Gefühle, die positive und negative Anteile enthalten, eine große Bedeutung für die Integration negativer Gefühle in die positive Betrachtungslust. Forscher des Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik haben in dem Artikel »The Distancing–Embracing model of the … Weiterlesen