Europawahl 2019: Die Kulturpolitik der Parteien

Unser Europa ist eine kulturelle Schatzkammer«, schreibt die CDU, »Europa ist für uns kulturelle Vielfalt« die SPD. Bei den Grünen lebt die europäische Idee »durch die Inspiration kultureller Vielfalt«, bei der FDP zeichnet Europa ein »vielfältiges Kulturerbe« aus. Die Linke stellt fest: »Europas Kulturen […] sind vielfältig.« Für die Europawahl 2019 habe ich wie schon zur vergangenen Bundestagswahl einen Blick auf die Kulturpolitik in den Wahlprogrammen von FDP, Grünen, Linken, SPD und Union geworfen. Nicht als Hilfe bei der Wahlentscheidung, bei der andere Kriterien vermutlich sinnvoller sind, sondern als Blick darauf, was Kunst- und Kulturschaffende in den kommenden Jahren erwartet.

Es gibt nur einen Gott – und sein Name ist Tod: Zum Arbeiten mit populären Narrativen in der Psychotherapie

In der Psychotherapie gibt es eine lange Tradition des Rückgriffs auf Mythen und andere klassische Narrative, um dem Patienten Einsicht in unbewusste, möglicherweise krankmachende, Prozesse zu ermöglichen. Das Erzählen von Geschichten ist eine anthropologische Konstante, die das Funktionieren und die Weiterentwicklung von Gemeinschaften sowie des Individuums im sozialen Kontext der Gemeinschaft sichert.

Game of Thrones 8.3 – Armageddon. The Long Night

In dieser Folge wurde nun die lange erwartete Schlacht zwischen den Menschen im Norden und der Welt Satans mit seinen Heerscharen ausgetragen. Entsprechend einer der Referenzen, über die die Handlung der Serie kontinuierlich genutzt wird, kann man diese mit der Schlacht um Armageddon im Alten Testament/der Torah in Beziehung setzen. Dieser Krieg, in dem es … Weiterlesen

thf: Werk ohne Autor

Human Factor Kurzanalysen untersuchen die dramaturgischen Prinzipien aktueller Kinofilme hinsichtlich der fünf erzählerischen Grundfragen, wie sie im Buch „Dimensionen filmischen Erzählens“ von Roland Zag (Herder-Verlag, Freiburg) beschrieben werden. Daraus ergibt sich ein abschließendes Gesamtbild für die mögliche Marktresonanz des Films. Hier: Werk ohne Autor, B+R: Florian Henckel von Donnersmarck.

dramaturgische Überlegungen zu GAME OF THRONES 8.2 _ The Knight of the Seven Kingdoms

Die zweite Folge der achten Staffel setzt einerseits die Verknüpfung von Bögen zu Situationen aus dem Beginn der Serie sowie zu relevanten Nebenhandlungen fort, indem die Autoren weitere Figuren in Winterfell eintreffen lassen oder Aktionen zwischen denen, die dort schon sind, stattfinden lassen. In dieser Folge werden mehrere Konflikte von vorherigen Handlungssträngen aufgelöst, um Figuren … Weiterlesen

Anmerkungen zu GAME OF THRONES 8_1: Die Kunst der Episode – Beginn des fünften Aktes.

Die achte und finale Staffel Game of Thrones hat begonnen. Bevor ich einige der dramaturgisch interessanten Aspekte der ersten Episode diskutiere, möchte ich hier zur Erinnerung dies voranstellen: Dramaturgisch gesehen ist diese Serie eher ein langer großer epischer Spielfilm und folgt entsprechenden Regeln. Ergänzt wird diese strukturelle Anlage mit der eines Historiendramas in der Tradition … Weiterlesen

Ich David, du Goliath: Vom Versuch einen großen Stoff zu bändigen

Seit ich denken kann, gibt es diese eine Geschichte in meinem Kopf. Vermutlich war der Wille, sie zu erzählen, mein einziger Bonus, als ich mich diesem ersten Romanprojekt ernsthaft zuwandte. Mein dramaturgisches Werkzeug ließe sich ohne Weiteres mit Davids Steinschleuder in der biblischen Geschichte vergleichen. Es kam zum Zweikampf. Ein Erfahrungsbericht.

Link: Warum arbeitet ihr nicht mit uns?

Belinde Ruth Stieve, Erfinderin des Diversitäts-Tools NEROPA, macht in einem neuen Artikel Warum arbeitet Ihr nicht mit uns? – Protagonism is Propaganda for Privilege auf Ihrem Blog SchspIN auf einen Brandbrief an ARD-Programmdirektor Volker Herres aufmerksam, den Autorinnen ob des alarmierenden Geschlechterverhältnisses im Drehbuchgewerk formulierten.

Links: Der März ’19 im Erzählen

Seit Anfang des Jahres schreibe ich monatlich einen Rückblick, was in Film, Dramaturgie und Erzählen passiert ist. Für mich: um nicht immer alles zu verpassen. Und für unsere Leserinnen und Leser: weil ich vielleicht nicht der Einzige bin, der immer alles verpasst. Im März verstarb Autorenfilmerin Agnès Varda, es gab zwei 80. Geburtstage und ein dritter folgt morgen, der Rundfunkbeitrag wurde diskutiert und der Verband Deutscher Drehbuchautoren (und wohl nur der) hat sich über die neue Urheberrechtsrichtlinie gefreut.

MINDHUNTER: Die Figur des »Psychokillers« und wie man sie versteht

Als mir vor einigen Monaten ein Leser die Netflix-Serie Mindhunter empfahl, hatte ich nur den Trailer gesehen und erst einmal Desinteresse bekundet, da mir das Ganze schien, wie die typische »FBI jagt durchgeknallten Psychokiller«-Geschichte. Das Problem mit dieser Art von Geschichten ist die so oberflächliche wie unhinterfragte Gleichsetzung von »Psycho« (also dem Hinweis auf psychische Krankheit) und »Killer« (also Kriminalität).

filmschreiben zum mitschreiben

Liebe filmschreiben.de, im kommenden September wird dieses Projekt fünf Jahre alt und was wir uns dafür am meisten wünschen, das seid ihr: unsere Leserinnen und Leser. Wir suchen neue Gast-AutorInnen, neue »feste« filmschreiben-AutorInnen und wir bilden eine neue filmschreiben-Redaktion. Jede und jeder, die und der sich mit dem Erzählen befasst und sich beteiligen will, ist herzlich dazu eingeladen.

Missing Foundations: Diversity, Intersectionality, and Institutions in the Master’s House

Köln, 8.3..2019 Ifs Köln, GEECT Twin Conference 2019 Prof. Sylke Rene Meyer, California State University

A few years ago, I didn’t identify as white. I thought I am white, but I didn’t believe that my whiteness shapes my identity. I always identified as female and queer but also didn’t identify as middle class. I didn’t see how much my privilege of being a white, middle-class person actually makes me the person that I am. Why is that?