In Bildern erzählen – atmosphärisch schreiben

Anders als ein Roman, der den Leser mit dicht erzählten, ausschweifenden Passagen in die Geschichte hineinziehen kann, bildet ein Drehbuch eine eher rudimentäre Form des Erzählens ab. Drehbücher sind reduziert; sie enthalten nur, was wirklich notwendig ist, und verzichtet auf blumigen Schnickschnack. Häufig steht der Dialog im Mittelpunkt, der ausgeschriebene Text dazwischen wird auf knappe … Weiterlesen

Anstrengung: Durch das Raue zu den Sternen

Ein Fluss, ein zweiter, ein Berg, ein Schiff, übermenschliche Anstrengung. In dieser etwas schrägen Erinnerung, die nie ganz mit dem eigentlichen Film übereinstimmt, zieht Fitzcarraldo den Dampfer ganz allein über den Hang. Tatsächlich rührt er keinen Finger, lässt andere für sich arbeiten. Es ist daher eine etwas unehrliche, nichtsdestotrotz wahre Metapher: Protagonistinnen, Protagonisten sollten Schiffe … Weiterlesen

FSE16: Wie erzählt man Euthanasie im Kino?

Plakatmotiv der FSE 2016

Der diesen Sommer erschienene deutsche Kinofilm Nebel im August erzählt Leben und Tod des dreizehnjährigen „schwer erziehbaren“ Ernst Lossa in einer psychiatrischen Anstalt des Nationalsozialismus. Das Drehbuch stammt von Holger Karsten Schmidt; auf FilmStoffEntwicklung, bei der Case Study zur Frage „Wie erzählt man Euthanasie im Kino?“ ist der Produzent des Films (und Autor vieler guter … Weiterlesen

FSE16: YouTube and beyond

Plakatmotiv der FSE 2016

Wenn zu VeDRAs Fachtagung FilmStoffEntwicklung, wenn zum »Tag der Dramaturgie« ein Dramaturg und Drehbuchautor mit Blick auf YouTube fragt „Nützt Dramaturgie denn gar nichts?“, dann muss das interessieren und alarmieren. Nicht nur, weil wir als Branche noch einige Schritte in die Digitalität vor uns haben, sondern auch, weil dort im world wide web möglicherweise ein … Weiterlesen

Fragen, die man vor dem Beginn des Drehbuch Schreibens stellen sollte

Längst haben wir die Ideensuche abgeschlossen, die Story durch Logline, Outline, Plotten und Treatment greifbarer gemacht und uns ausführlich mit unseren Figuren beschäftigt. Zeit, die ersten Zeilen des Drehbuchs zu schreiben – endlich. Schließlich ist die ganze zermürbende Vorarbeit nun abgeschlossen. Aber ist sie das wirklich? Können wir uns nun hinsetzen und von vorne nach … Weiterlesen

Link: Horror and How Rationality Betrays Us

The moment where the character finally faces the possibility that what they are seeing and experiencing is real, the moment where they have to ask themselves “Do I hope I’m going mad?”, because the alternative is worse—that is the quintessence of horror. Die Edutainment-Webserie Extra Credits, die vorallem über die Entwicklung von Videospielen informiert und … Weiterlesen

Terror – Ihr Urteil: Auch eine Frage der Dramaturgie

Terror – Ihr Urteil, der Fernsehfilm aus der Feder von Jurist Ferdinand von Schirach nach seinem gleichnamigen Theaterstück, ist nach seiner Ausstrahlung am Montag vor zwei Wochen viel diskutiert worden – in Hinblick auf seine Fragen des Rechts und der Moral, nicht aber solchen der Dramaturgie. Dabei ist er dahingehend höchst interessant, aus verschiedensten Gründen … Weiterlesen

Link: Birthday Tropes

I don’t like loud noises. And people making a fuss. And I especially don’t like people celebrating because they know a piece of private information about me. Plus the whole thing is a scam – birthdays were invented by Hallmark to sell cards. Ron Swanson, Parks and Recreation Das Wiki tvtropes.org sammelt Tropen aus Comic, … Weiterlesen

Psychologische Grundkonflikte IV: Selbstwert

Ich bin ein riesen Leuchtturm, Mann! Ich habe für Dich geleuchtet, ich leuchte für Dich, ich erlösche nie. Ich erlösche nie! Robert Boyd (Christian Slater) in VERY BAD THINGS (USA, 1998). Dieser Artikel behandelt einen der sieben psychologischen Grundkonflikte und baut damit auf meinen allgemeinen Ausführungen zur Psychodynamik auf. Ebenfalls bereits erschienen sind Artikel zum … Weiterlesen

Erster Eindruck: Bad Moms

Aktuelle Kinofilme dramaturgisch zu untersuchen ist schwierig, weil wir sie dafür eigentlich mehrfach sehen müssten. Dafür fehlen die Ressourcen und manchmal die Geduld. Deshalb ein kurzer erster dramaturgischer Eindruck, der weder umfassende Vollständigkeit, noch analytische Detailtiefe verspricht – dafür spontane Ehrlichkeit und die Konzentration aufs Wesentliche. Heute: Bad Moms, Buch (und Regie): Die Hangover-Autoren Jon … Weiterlesen

Held und Happy End – muss das sein?

Brauchen wir in jedem Film einen Helden und muss es immer glücklich enden? So einfach wie die Fragen sind die Antworten nicht. Ein Film kann durchaus anschauenswert und sogar spannend sein, wenn die Hauptfigur ein absoluter Durchschnittsmensch ist. Das erhöht sogar die Identifikationsmöglichkeit für das Gros der Zuschauer. Wir mögen nämlich Leute, die so sind … Weiterlesen

Figuren spannend gestalten: Innerer Konflikt und andere Hindernisse

Drehbücher müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, um dramaturgisch zu funktionieren, die schon in der Logline definiert werden können: Eine Figur will ein Ziel erreichen, hat aber Schwierigkeiten dabei, weil ihr Hindernisse in den Weg gelegt werden. Im Zentrum steht die Hauptfigur, die in einem Konflikt steht, um ihr Ziel erreichen zu können. Konflikte sind … Weiterlesen