„Berlinale“ ist „Loglinale“ – wie man gute Loglines schreibt

Endlich, die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Es ist 7 Uhr 30 am Morgen. Das Atrium am Potsdamer Platz hat erst vor wenigen Minuten geöffnet, da wickelt sich schon eine lange Schlange um die Absperrungen im Foyer und bis hinaus vor die Eingangstür, wo um diese frühe Stunde noch Minusgrade herrschen. Wie schreibt man gute Loglines? … Weiterlesen

Der Dialog als Haupt-Handlungselement eines Drehbuchs

Kommen wir zum Hauptelement eines jeden Drehbuchs. Das sind mitnichten die Regieanweisungen, sondern vielmehr der Dialog. Hier findet die Aktion zwischen den handelnden Figuren statt, hier entsteht Konflikt, hier wird die Handlung vorangetrieben. Natürlich drücken wir auch mit Nichtsprachlichem Handlung aus, da sich diese aus dem Erreichenwollen eines Ziels, aus der Tat generiert, und doch … Weiterlesen

Das Nutzen von Zwangs-Schreibpausen

Mit Schreibpausen muss man immer rechnen, vor allem wenn man noch nicht genügend Erfahrung hat. Der Plan, also Expose und Treatment, stand, schien geradezu perfekt zu sein. Aber das ist bisher mehr Dramaturgen- als eigentliche Autorenarbeit gewesen. Dramaturgen können es sich leisten, auf einer gewissen Abstraktionsebene zu denken und zu arbeiten. Das reicht. Autoren müssen … Weiterlesen

Hätte, Wenn und Aber: Klare Entscheidungen treffen

Solange wir am Plot unseres Drehbuchs bauen und Stellschrauben drehen, sind wir auf der sicheren Seite: Eigentlich macht die Story einen guten Eindruck, und im Grunde sollte sie funktionieren. Wenn da nicht noch diese Stellen wären, an denen wir uns nicht ganz sicher sind, ob wir wirklich auf der richtigen Fährte sind. Hat der Protagonist … Weiterlesen

Und der Oscar geht an R2D2 – den ersten automatischen Drehbuchautor

Im Zuge ihrer kürzlich zu Ende gegangenen Themenwoche zur „Zukunft der Arbeit“ hat die ARD eine Internetseite eingerichtet, auf der die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst prüfen können, ob und zu welchem Grad ihr Job in Gefahr ist. Die erwartbare Antwort sowohl für den Beruf „Dramaturg/in“ als auch für den Beruf „Drehbuchautor/in“: 0 %. Das Risiko, … Weiterlesen

Neulich in Neukölln: Das Hauptereignis einer Geschichte

Nach Neukölln verschlägt es mich selten. Früher war ich mal bei den Schachfreunden. Eine Freundin hat mal in der Flughafenstraße in einer WG gewohnt. Aus dem fahrenden Bus habe ich mal einen fettwanstigen Araber im schwarzen Anzug beobachtet, der auf der Rückbank eines Mercedes Cabrio kniete und für alle sichtbar mit einem Revolver in der … Weiterlesen

Eine Szene schnell oder langsam schreiben

Das hört sich merkwürdig an. Gemeint ist eine schnelle Szene schnell und eine langsame langsam zu schreiben. Ist das Unsinn? – Überhaupt nicht: mit dieser Empfehlung beeinflusst man sich beim Schreiben in die Richtung des Subtextes. Subtext ist, was da eben nicht auf dem Papier steht, aber unterschwellig da sein muss. Insofern, machen wir uns … Weiterlesen

In Bildern erzählen – atmosphärisch schreiben

Anders als ein Roman, der den Leser mit dicht erzählten, ausschweifenden Passagen in die Geschichte hineinziehen kann, bildet ein Drehbuch eine eher rudimentäre Form des Erzählens ab. Drehbücher sind reduziert; sie enthalten nur, was wirklich notwendig ist, und verzichtet auf blumigen Schnickschnack. Häufig steht der Dialog im Mittelpunkt, der ausgeschriebene Text dazwischen wird auf knappe … Weiterlesen

Film – eine Folge von Bildern

Es ist so weit. Alle Vorarbeiten sind erledigt. Gedanken und Bilder haben einen bis in die Träume verfolgt. Jetzt gilt es. Nun muss das Drehbuch geschrieben werden. Schreiben ist das höchste Glück und manchmal eine große Qual. Oft im Wechsel. Schreiben ist das höchste Glück und manchmal eine große Qual. Oft im Wechsel. Glück ist … Weiterlesen

„Immer auf Papier“

Fiktionen spinnen, neue Wirklichkeiten entwerfen, Film schreiben – das Entstehungsmoment von guten Geschichten bleibt ein Mysterium. Für interfilm erzählen junge Drehbuchautor*innen wann, wie und wo sie schreiben – und geben kurze, aber erfrischende Einblicke in eines der individuellsten Arbeitsfelder. Dies ist ein Gastbeitrag von Nele Luise Fritzsche, seit 2013 Leiterin des internationalen Drehbuchwettbewerbs Script Pitch … Weiterlesen

Fragen, die man vor dem Beginn des Drehbuch Schreibens stellen sollte

Längst haben wir die Ideensuche abgeschlossen, die Story durch Logline, Outline, Plotten und Treatment greifbarer gemacht und uns ausführlich mit unseren Figuren beschäftigt. Zeit, die ersten Zeilen des Drehbuchs zu schreiben – endlich. Schließlich ist die ganze zermürbende Vorarbeit nun abgeschlossen. Aber ist sie das wirklich? Können wir uns nun hinsetzen und von vorne nach … Weiterlesen

Held und Happy End – muss das sein?

Brauchen wir in jedem Film einen Helden und muss es immer glücklich enden? So einfach wie die Fragen sind die Antworten nicht. Ein Film kann durchaus anschauenswert und sogar spannend sein, wenn die Hauptfigur ein absoluter Durchschnittsmensch ist. Das erhöht sogar die Identifikationsmöglichkeit für das Gros der Zuschauer. Wir mögen nämlich Leute, die so sind … Weiterlesen