dramaturgische Überlegungen zu GAME OF THRONES 8.2 _ The Knight of the Seven Kingdoms

Die zweite Folge der achten Staffel setzt einerseits die Verknüpfung von Bögen zu Situationen aus dem Beginn der Serie sowie zu relevanten Nebenhandlungen fort, indem die Autoren weitere Figuren in Winterfell eintreffen lassen oder Aktionen zwischen denen, die dort schon sind, stattfinden lassen. In dieser Folge werden mehrere Konflikte von vorherigen Handlungssträngen aufgelöst, um Figuren … Weiterlesen

Anmerkungen zu GAME OF THRONES 8_1: Die Kunst der Episode – Beginn des fünften Aktes.

Die achte und finale Staffel Game of Thrones hat begonnen. Bevor ich einige der dramaturgisch interessanten Aspekte der ersten Episode diskutiere, möchte ich hier zur Erinnerung dies voranstellen: Dramaturgisch gesehen ist diese Serie eher ein langer großer epischer Spielfilm und folgt entsprechenden Regeln. Ergänzt wird diese strukturelle Anlage mit der eines Historiendramas in der Tradition … Weiterlesen

Link: Warum arbeitet ihr nicht mit uns?

Belinde Ruth Stieve, Erfinderin des Diversitäts-Tools NEROPA, macht in einem neuen Artikel Warum arbeitet Ihr nicht mit uns? – Protagonism is Propaganda for Privilege auf Ihrem Blog SchspIN auf einen Brandbrief an ARD-Programmdirektor Volker Herres aufmerksam, den Autorinnen ob des alarmierenden Geschlechterverhältnisses im Drehbuchgewerk formulierten.

Links: Der März ’19 im Erzählen

Seit Anfang des Jahres schreibe ich monatlich einen Rückblick, was in Film, Dramaturgie und Erzählen passiert ist. Für mich: um nicht immer alles zu verpassen. Und für unsere Leserinnen und Leser: weil ich vielleicht nicht der Einzige bin, der immer alles verpasst. Im März verstarb Autorenfilmerin Agnès Varda, es gab zwei 80. Geburtstage und ein dritter folgt morgen, der Rundfunkbeitrag wurde diskutiert und der Verband Deutscher Drehbuchautoren (und wohl nur der) hat sich über die neue Urheberrechtsrichtlinie gefreut.

Missing Foundations: Diversity, Intersectionality, and Institutions in the Master’s House

Köln, 8.3..2019 Ifs Köln, GEECT Twin Conference 2019 Prof. Sylke Rene Meyer, California State University

A few years ago, I didn’t identify as white. I thought I am white, but I didn’t believe that my whiteness shapes my identity. I always identified as female and queer but also didn’t identify as middle class. I didn’t see how much my privilege of being a white, middle-class person actually makes me the person that I am. Why is that?

Links: Der Februar ’19 im Erzählen

Im Januar habe ich hier im Blog mit einem monatlichen Rückblick auf Film und Erzählen begonnen: Damit ich nicht immer alles verpasse und damit unsere deutlich aufmerksameren Leserinnen und Leser einen kleinen Überblick haben über das, was geschehen ist und sie doch längst erfahren haben. Der vergangene Monat war natürlich von Preisverleihungen bestimmt: Berlinale, Deutscher Drehbuchpreis, Grimme-Preis, WGA-Awards, Oscar-Verleihung. Um Geschlechtergerechtigkeit und die EU-Urheberrechtsreform ging es aber auch.

Fundstellen: Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber

Auch in nicht ausgesprochener Drehbuch-Fachliteratur findet man oft interessante Aspekte zum Thema filmschreiben. In Texten, die vielleicht sogar schon über zweitausend Jahre alt sein können, gilt doch Aristoteles Poetik als die Ur-Inspiration der amerikanischen Filmdramaturgie. Film ist nur eine moderne, bildgeleitete Variante von Drama und eine Adaption von Prosa-Erzählung. Heute hier etwas aus Michaela Karl: »Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber«: Dorothy Parker. Eine Biografie. btb 2012.

Der VDD, Artikel 13 und der Wille Googles

Gegenstand der Auseinandersetzung ist die neue EU-Urheberrechtsrichtlinie. Die Fronten bilden die mächtigen Rechteverwerter auf der einen und mächtigen Internetplattformen auf der anderen Seite: Goliaths, die sich gern als Davids inszenieren. Und es gibt wohl durch Information oder Desinformation ehrlich motivierte Aktivistinnen und Aktivisten auf der einen wie auf der anderen Seite. Die einen verteidigen das Urheberrecht. Die anderen verteidigen die Kunstfreiheit.

FSE18: Film ohne Zuschauer

Die Podiumsdiskussion »Film ohne Zuschauer? Zu Gast bei VeDRA: AG Kino – Gilde e.V.« der diesjährigen VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung hat Dramaturgin Angela Heuser (VeDRA) zur Moderatorin und den Geschäftsführer der AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater zu Gast: (Opernsänger und) Jurist Felix Bruder. Gemeinsam und mit dem Publikum diskutieren sie das schwere Schicksal deutscher Programmkinos und den schweren Stand deutscher Filme in der Kinoauswertung.

Houellebecqs UNTERWERFUNG im Fernsehen

Als Methusalem dieses filmschreiben-Blogs habe ich ein paar Tage gewartet, weil ich jüngeren Kollegen in diesem Fall den Vortritt lassen wollte. Ist das so, dass dieser Ausnahme-TV-Film, Unterwerfung, keiner näheren Betrachtung und Diskussion für würdig betrachtet wird? Mich jedenfalls hat es am letzten Mittwoch vor dem Fernseher geradezu gerissen, ich fühlte mich in die Zeit vor 50 Jahren zurückversetzt, wo das TV-Spiel noch ein Experimentierfeld war und seine Quellen Theater und Journalismus.

Link: Nicht objektiv, sondern verantwortungslos

Carolin Emcke kritisiert auf sueddeutsche.de die politischen Talkshows im deutschen Fernsehen und deren Rolle im gesellschaftlichen Diskurs – und klingt dabei ziemlich vernichtend: »Es ist verwunderlich, wie fahrlässig manche TV-Redaktion sich selbst delegitimiert, indem sie so tut, als gäbe es das gar nicht: journalistische Arbeit.«